USA: Eine Million falsche ADHS-Diagnosen
19.08.2010 Artikel
Einer Untersuchung zufolge leben in den USA fast eine Million Kinder mit einer falschen ADHS-Diagnose. Betroffen seien vor allem die jüngeren Kinder einer Jahrgangsstufe in Kindergarten oder Schule, berichtet die Frankfurter Rundschau. Sie bezieht sich auf den leitenden Autor der Studie, Todd Elder, von der University Michigan. Im "Journal of Health Economics" hatte er geschrieben, bei den jüngsten Kindergarten-Kindern eines Jahrgangs werde im Schnitt 60 Prozent häufiger ein Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktiv-Syndrom (ADHS) diagnostiziert als bei den Gruppenältesten. Bei Schulkindern sei der Anteil sogar bis zu doppelt so hoch. "Die 'Symptome' könnten einfach nur die emotionale und geistige Unreife der jüngeren Kinder widerspiegeln", wird Todd in der Frankfurter Rundschau zitiert.
Keine Kommentare vorhanden