Verlust von Bücherrechten an Google muss verhindert werden

Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, begrüßt, dass die Verbände der Autoren und der Verlage zusammen mit der VG WORT in einer "Allianz deutscher Autoren und Verlage" gemeinsam den Verlust von Bücherrechten an Google verhindern wollen.

19.01.2009 Pressemeldung Deutscher Kulturrat e.V.

Das Unternehmen Google hat in den vergangenen vier Jahren sieben Millionen Bücher aus us-amerikanischen Bibliotheken digitalisiert. Google hat diese Digitalisierung vorgenommen, ohne zuvor die Rechte von den Urhebern bzw. Verlagen einzuholen. Zu den Büchern zählen auch deutschsprachige Werke. Google plant die digitalisierten Bücher nun gegen Entgelt anzubieten. Google wird in den nächsten Tagen in Anzeigen in deutschsprachigen Zeitungen über sein weiteres Vorgehen informieren. Autoren und Verlage sollten darauf achten, dass sie ihre Rechte nicht verlieren.

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: "Es ist ein Unding, dass ein Unternehmen wie Google über Jahre hinweg unter Missachtung der Rechte der Urheber und Verlage sieben Millionen Bücher digitalisiert. Auch für das Internet muss gelten, dass ohne Zustimmung und ohne Entgelt für die Urheber und Rechteinhaber eine Veröffentlichung nicht möglich ist. An diese Grundsätze des wirtschaftlichen Handelns muss sich auch ein multinationaler Branchenriese wie Google halten. Es ist sehr positiv, dass Autoren und Verlage jetzt gemeinsam agieren und in einer Allianz deutscher Autoren und Verlage den Verlust von Bücherrechten an Google verhindern wollen. Der Deutsche Kulturrat unterstützt dieses gemeinsame Vorgehen."

Nähere Informationen zum Thema finden Sie in dem Artikel Massendigitalisierung und Urheberrecht - Sieben Millionen Bücher sind inzwischen in den Google-Datenbanken gespeichert von Christian Sprang, Justiziar des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels unter: www.kulturrat.de/detail.php?detail=1472&rubrik=5


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