Wegbereiter des Medienzentrenwesens in BW gibt Vorsitz des Verwaltungsrats ab – Freudenstadts OB Erwin Reichert verabschiedet

Nach langjähriger Mitgliedschaft im Verwaltungsrat der Landesbildstelle Baden (LBB) und sehr erfolgreicher Tätigkeit als Vorsitzender des Verwaltungsrates des Landesmedienzentrums BW (LMZ) schied Freudenstadts OB Erwin Reichert am 28.5.2008 aus diesem Amt aus. Die Verabschiedung fand im Gerhard-Hertel-Saal des Kur- und Kongresszentrums Freudenstadt im Rahmen einer Verwaltungsratssitzung statt.

29.05.2008 Baden-Württemberg Pressemeldung Landesmedienzentrum Baden-Württemberg (LMZ)

Im Rahmen dieser Sitzung wurde Sigmaringens Landrat Dirk Gaerte einstimmig zum Nachfolger gewählt.

In einem Rückblick auf die Ereignisse an den beiden Landeseinrichtungen während der Amtszeit Reicherts würdigte Wolfgang Kraft, Direktor des LMZ, die Verdienste des scheidenden Verwaltungsratsvorsitzenden:

Erwin Reichert wurde im März 1997 in den Verwaltungsrat der Landesbildstelle Baden berufen und begleitete die Verhandlungen über den Fortbestand der Landesbildstelle Baden, die im März 2001 in der ehemaligen Grenadierkaserne in Karlsruhe ihren neuen Standort fand. – In seine Amtszeit fiel die Fusion der beiden Landesbildstellen Baden und Württemberg zum Landesmedienzentrum Baden-Württemberg. Die neu gegründete Institution hat die gesetzliche Aufgabe, Schulen und außerschulische Bildungseinrichtungen in Baden-Württemberg beim Einsatz der neuen Medien im Unterricht in pädagogisch-didaktischer und medientechnischer Hinsicht zu unterstützen. Im Auftrag des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport BW (KM) führt sie zukunftsweisende Projekte der Medienoffensive Schule II durch, u. a. die Projekte SESAM (Server für schulische Arbeit mit Medien) und Support-Netz.

Am 1.10.2001 wurde OB Reichert zum ersten Verwaltungsratsvorsitzenden des LMZ gewählt. Dem Verwaltungsrat des LMZ gehören Vertreterinnen und Vertreter des Landes Baden-Württemberg, des Städte-, Gemeinde- und Landkreistages, der Städte Stuttgart und Karlsruhe sowie der Stadt- und Kreismedienzentren in Baden-Württemberg an. Der Verwaltungsrat überwacht die Geschäftsführung des Landesmedienzentrums, beschließt u. a. Satzungen, den Haushaltsplan und entlastet den Direktor des Landesmedienzentrums.

Mit Beendigung seiner Amtszeit als OB der Stadt Freudenstadt endet auch seine Tätigkeit als Vorsitzender des Verwaltungsrates des Landesmedienzentrums, an dessen Entwicklung Reichert maßgeblich beteiligt war. In seine Amtszeit fällt der Aufbau zukunftsorientierter Angebote des Landesmedienzentrums wie ein landesweites Medienangebot, landesweite technische Unterstützungsleistungen für alle Schulen in Baden-Württemberg sowie viele medienpädagogische Angebote.

"Ganz besonders wichtig war mir die zukunftsorientierte Ausrichtung des LMZ. Deswegen freue ich mich besonders, dass wir gerade in meiner letzten Sitzung als Vorsitzender des Verwaltungsrates endgültig die dauerhafte Fortsetzung der LMZ-Angebote SESAM und Support-Netz beschließen konnten. Mit dem Aufbau des "Servers für schulische Arbeit mit Medien" (SESAM) und des "Support-Netzes" ist dem LMZ die flächendeckende Versorgung der Lehrkräfte in Baden-Württemberg mit didaktischen Unterrichtsmaterialien und die Unterstützung schulischer Computernetze gelungen" – so Erwin Reichert. Große Bedeutung maß Reichert den Beratungsangeboten der Kommunen und Landkreisen bei, die durch das LMZ gewährleistet ist.

Wolfgang Kraft bedankte sich bei OB Reichert für die vielen Jahre der tatkräftigen Unterstützung und engagierten Begleitung der Arbeit des LMZ:

"Seit seiner Gründung hat sich das LMZ zu einer Institution entwickelt, die aus der Bildungslandschaft in BW nicht mehr weg zu denken ist und auch über die Landesgrenzen hinaus Maßstäbe für den Einsatz der neuen Medien im Unterricht setzt." – so Wolfgang Kraft. Diese Entwicklung sei ohne die fördernde Begleitung des Verwaltungsrates und seines Vorsitzenden nicht möglich gewesen. Er freue sich daher, dass der Verwaltungsrat des LMZ mit Landrat Gaerte einen würdigen Nachfolger gefunden habe, der durch seine langjährige Verwaltungserfahrung und seine langjährige Tätigkeit sowohl im Verwaltungsrat des Landesmedienzentrums als auch in seinem Landkreis Sigmaringen die enge Verbundenheit mit dem Medienzentrenwesen dokumentiert habe.

Landrat Gaerte sieht es als eine der wichtigsten Aufgaben an, die fachliche und personelle Kompetenz des Landesmedienzentrums auch in Zukunft zu stärken: "Medien werden aus dem künftigen Arbeitsleben unserer Jugendlichen nicht mehr wegzudenken sein. Darauf müssen wir sie vorbereiten. Gemeinsam mit den rund 60 Stadt- und Kreismedienzentren ist ein starker Verbund in Baden-Württemberg erwachsen, der bei dieser Aufgabe sowohl den Schulen als auch den Schulträgern helfen kann." Dabei gewinne auch der vorschulische Bereich immer mehr an Bedeutung.

Wichtig ist dem neuen Verwaltungsratsvorsitzenden auch die Unterstützung von Eltern, Lehrkräften und Erziehern in medienerzieherischen Fragen. Hier habe das Landesmedienzentrum hervorragende Kompetenzen, die man verstärkt nutzen wolle.


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