Wissenschaftsminister Frankenberg bei der 1. Handelsblatt Tagung "Werkstoffsymposium Fahrzeugtechnik"
Die Bedeutung staatlicher Innovationspolitik betonte Wissenschaftsminister Professor Dr. Peter Frankenberg in einem Redebeitrag bei der 1. Handelsblatt Tagung "Werkstoffsymposium Fahrzeugtechnik" am 3. Juli in Stuttgart. "In der Automobilbranche werden gut 30 Prozent aller Ausgaben für Forschung und Entwicklung der deutschen Wirtschaft getätigt. 440.000 direkt oder indirekt Beschäftigte in Baden-Württemberg verdienen ihr Geld durch das Automobil. Unser Wohlstand hängt eng mit der Automobilindustrie zusammen", sagte Frankenberg.
03.07.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-WürttembergDas Land Baden-Württemberg trage dazu bei, dass sich dieser Wohlstand weiterentwickele. "Es kommt uns darauf an, neue technische Entwicklungen aus den Hochschulen und Forschungseinrichtungen in die Unternehmen zu tragen", so der Minister. In 14 Instituten der Fraunhofer-Gesellschaft und 13 allein vom Land grundfinanzierten Vertragsforschungseinrichtungen sei - wie auch an den Hochschulen - eine Brückenfunktion für den Technologietransfer etabliert.
Das Land unterstützt laut Frankenberg die Entwicklung zu einem verbesserten Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft im Rahmen von Clustern, also Verbünden zwischen Einrichtungen der Wissenschaft und der Wirtschaft. So sei vor kurzem auf dem Gebiet des Fahrzeugleichtbaus ein neues Kompetenzzentrum eingerichtet worden, in dem die Universität Karlsruhe, das Institut für Chemische Technologie der Fraunhofer-Gesellschaft sowie die Institute für Fahrzeugkonzepte und für Bauweisen- und Konstruktionsforschung des DLR mit Firmen der Automobilwirtschaft zusammenarbeiten. Das Wissenschaftsministerium stelle dafür 800.000 € als Anschubfinanzierung zur Verfügung.
"Zur Zeit wird auch über die Einrichtung eines noch umfassenderen Innovations-clusters verhandelt, das die vielfältigen Kompetenzen im Gebiet der Wissenschaft und Wirtschaft stärker bündeln und neue Synergien erschließen soll. Hier wäre ich auch bereit, finanzielle Beiträge zu leisten", sagte der Minister.
Der Minister forderte die Unternehmen auf, die Forschungsinfrastruktur und die fachliche Kompetenz der Universitäten stärker zu nutzen. Als Beispiel für eine gelungene Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft nannte er die Planungen der Universität Stuttgart, ein Automotive Simulationszentrum einzurichten. Im Mittelpunkt dieses Projektes steht die Weiterentwicklung von Simulationsverfahren für die Automobil-Entwicklung. Dort sollen mathematische Modellierung und Simulation, die bisher nur für die Sicherheitsprüfung eingesetzt wurden, auch auf die Fahrzeugentwicklung übertragen werden.
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