Zehn Jahre sichtbare Kulturpolitik des Bundes: Buch zum Jubiläum erschienen

Im Sommer 1998 berief der damalige SPD-Kanzlerkandidat Gerhard Schröder Michael Naumann als Bundeskulturminister in spe in sein Wahlkampfteam. Nach der Bundestagswahl wurde Michael Naumann dann der erste Staatsminister für Kultur und Medien im Bundeskanzleramt. Im Deutschen Bundestag wurde nach 25 Jahren wieder ein vollwertiger Ausschuss für Kultur und Medien eingerichtet. Das war der Beginn einer sichtbaren Kulturpolitik des Bundes.

03.08.2008 Pressemeldung Deutscher Kulturrat e.V.

Heute, zehn Jahre später, ist das alles schon Geschichte. Nach Michael Naumann berief Gerhard Schröder noch Julian Nida-Rümelin und Christina Weiss zu Staatsministern für Kultur und Medien im Bundeskanzleramt.

Noch einmal richtig spannend wurde es bei der Regierungsbildung im Herbst 2005. Nach der Bundestagswahl ließ die Kanzlerin die Öffentlichkeit lange zappeln, bevor sie endlich Bernd Neumann zum Kulturstaatsminister ins Bundeskanzleramt berief. Jetzt war klar, dass auch die Union ihren Widerstand gegen die Benennung eines Kulturstaatsministers aufgegeben hatte. Eine sichtbare Kulturpolitik des Bundes war salonfähig geworden.

In dem neuen Buch "Kulturpolitik der Parteien: Visionen, Programmatik, Geschichte, Differenzen", Herausgeben von Olaf Zimmermann und Theo Geissler ist diese neue sichtbare Kulturpolitik des Bundes das beherrschende Thema. Das Buch enthält Artikel von 38 bekannten Autorinnen und Autoren, die in den letzten Monaten in politik und kultur, der Zeitung des Deutschen Kulturrates, erschienen sind und Auszüge aus den Parteiprogrammen und kurze geschichtliche Überblick.

Der Vorsitzende des Deutschen Kulturrates Prof. Dr. Max Fuchs schreibt in seinen Vorwirt zum dem Buch "Die vorliegende Sammlung ... ist die zurzeit vollständigste Zusammenschau kulturpolitischer Überlegungen der Parteien".

Zu den 38 Autorinnen und Autoren des Buches gehören:

  • Kurt Beck, Vorsitzender der SPD, Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz
  • Lothar Bisky, Vorsitzender der Partei DIE LINKE,
  • Thomas Goppel, Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kultur
  • Wolfgang Gerhardt, Vorstands-Vorsitzender der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Staatsminister a. D.
  • Michael Glos, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie
  • Katrin Göring-Eckardt, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags
  • Erwin Huber, Vorsitzender der Christlich-Sozialen Union
  • Oskar Lafontaine, Vorsitzender der Partei DIE LINKE, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE.
  • Bernd Neumann, Staatsminister bei der Bundeskanzlerin und Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien
  • Hans-Joachim Otto, Vorsitzender des Ausschusses für Kultur und Medien des Deutschen Bundestages
  • Claudia Roth, Vorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen und Mitglied des Deutschen Bundestages
  • Frank-Walter Steinmeier, Bundesaußenminister
  • Wolfgang Thierse, Vizepräsident des Deutschen Bundestages
  • Guido Westerwelle, Bundesvorsitzender der FDP und Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion
  • Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister von Berlin,
  • Christian Wulff, Stellvertretender CDU-Bundesvorsitzender und Ministerpräsident des Landes Niedersachsen

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