1. Deutsch-Polnische Kontakt- und Partnerbörse im Jugendbildungszentrum Blossin

Jugendstaatssekretär Martin Gorholt eröffnet heute mit seinem Kollegen Boguslaw Andrzejczak (Vizemarschall Lubuskie) und Krzysztof Wika (Abteilungsleiter für Kultur und Bildung im Marschallamt Zachodniopomorskie) die 1. Deutsch-Polnische Kontakt- und Partnerbörse im Bereich der Jugendarbeit. Die Börse dauert bis Sonntag und richtet sich an Akteure vorwiegend aus den Wojewodschaften Lubuskie und Zachodniopomorskie sowie dem Land Brandenburg, die Partner für (neue) Aktivitäten im deutsch-polnischen Jugendaustausch suchen.

11.06.2004 Brandenburg Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

"In der Internationalen Jugendarbeit nimmt der Jugendaustausch mit Polen eine Vorbildfunktion ein", sagt Jugendstaatssekretär Gorholt. "Dies drückt sich beispielsweise bei der Übersicht der Länder aus, zu den Brandenburger Träger Kontakte unterhalten. Bezogen auf die Jahre 1998 bis 2001 fanden mit Polen insgesamt 499 Maßnahmen statt. Mit dem zweitplatzierten Land, Tschechien, waren es 48 Maßnahmen."

Ganz praktische Themen sind auf der Börse die Entwicklung einer gemeinsamen deutsch-polnischen Jugendgruppenleiterausbildung, ein stärkerer Ausbau des Europäischen Freiwilligendienstes, eine engere Zusammenarbeit von Jugendbildungsstätten sowie eine Weiterentwicklung allgemeiner Jugendaustauschprogramme. Die Partnerbörse ist eine Gemeinschaftsaktion der Wojewodschaften Zachodniopomorskie und Lubuskie und dem Land Brandenburg. Organisatorisch getragen wird die Börse von den Pfadfinderverbänden "ZHP" in Zachodniopomorskie und Lubuskie sowie dem Landesjugendring Brandenburg e. V. Erwartet werden insgesamt 60 Personen. Eine Folgeveranstaltung im Jahr 2005 ist in Polen geplant.

"Bei den Themen betreten wir Neuland in der deutsch-polnischen Zusammenarbeit", sagt Jugendstaatssekretär Gorholt. "So gibt es ein erstes Modell, eine gemeinsame deutsch-polnische Jugendgruppenleiterausbildung anzubieten, die für alle Teilnehmenden mit dem Erwerb der deutschen Jugendleiter-Card und dem entsprechenden polnischen Zertifikat abschließt. Gleiches gilt für den Europäischen Freiwilligendienst, im Rahmen dessen junge Menschen einen bis zu 12-monatigen Freiwilligendienst in einem anderen europäischen Land absolvieren können. Das Brandenburgische Jugendministerium hat in der Vergangenheit mit finanziellen Mitteln den Aufbau eines Netzwerkes 'Europäischer Freiwilligendienst' im Land Brandenburg gefördert. Durch die Arbeit dieses Netzwerkes haben sich bereits unterschiedliche Freiwilligenprojekte ergeben. Dieses gilt es nun auch auf Polen auszudehnen. Des weiteren gilt es, die seit einem Fachkräfteaustausch im Jahr 1999 bestehenden Kontakte zwischen brandenburgischen und polnischen Jugendbildungsstätten weiter zu entwickeln."


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