11. Heidelberger Literaturtage eröffnet

"Literaturförderung ist immer auch Leseförderung. Nicht erst seit ´Pisa´ wird beklagt, dass in diesem Land zu wenig gelesen wird. Durch die Literaturtage kann dieser Entwicklung ein Stück weit entgegengesteuert werden." Dies erklärte Staatssekretär Michael Sieber (MdL) am 18. Mai zur Eröffnung der 11. Heidelberger Literaturtage, die seit 1994 zu den Höhepunkten des kulturellen Lebens in Heidelberg gehören und bis 21. Mai stattfinden.

19.05.2006 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Das Literaturfestival startete 1994 als Versuch, im Zusammenspiel privater Initiativen und der öffentlichen Hand eine Veranstaltung zu formen, die den Stellenwert der Literatur in Heidelberg widerspiegelt. Sieber: "Die Heidelberger Literaturtage tragen diesem Gedanken auch insofern Rechnung, als in diesem Jahr das Kinder- und Jugendtheater der Stadt Heidelberg im "zwinger3" erstmals eine Schreibwerkstatt für Kinder anbietet. Die Lust an Literatur wieder zu wecken, ist also auch eine Aufgabe der Literaturfestivals - möge das attraktive Programm der diesjährigen Heidelberger Literaturtage Jung und Alt zum Lesen anregen."

Die Editionsarbeit erfährt, durch Ausstellungen sowie Lesungen rund um den Mythos der "Heidelberger Romantik", in diesem Jahr nicht nur im Rahmen der Heidelberger Literaturtage eine besondere Würdigung. "Vor wenigen Tagen wur-de hier der Auftakt des diesjährigen Literatursommers der Landesstiftung gefei-ert. "Im Spiegel der Romantik" lautet das ebenso attraktive wie vielschichtige Thema des landesweiten Literaturfestivals", so Sieber. Das attraktive - mit Landesmitteln geförderte - Programm aus Lesungen internationaler Schriftstellerinnen und Schriftsteller, Autorengesprächen und Musik ist nach den Worten des Kunststaatssekretärs bei den Bewohnern und Gästen der Stadt gleichermaßen beliebt. Im besonderen Ambiente eines originalen Jugendstilzeltes bietet Heidelberg in diesem Jahr Literaturinteressierten ein ganz besonderes Programm.

Zum Programm gehören eine Reihe gewichtiger Erzählerinnen wie Inka Parei, Irene Dische und Sigrid Früh; oder auch Carl Weissners Lesung und der Film "I'm still here", die dem 1994 verstorbenen Enfant terrible der modernen Literatur, Charles Bukowski, gewidmet sind.

Basis-Informationen

Das 1994 ins Leben gerufene Literaturfestival fand zunächst im Zweijahresrhythmus statt, ab 1998 jährlich. Von 1994 bis 2005 wurden 153 in- und ausländische Schriftsteller eingeladen. In diesem Zeitraum haben mehr als 25.000 Besucher 140 Veranstaltungen besucht. Das Land fördert die Veranstaltung seit 2002 mit 6500 Euro jährlich. Beteiligte Autoren: Laure Adler, Michael Buselmeier, Régine Detambel, Irene Dische, Sigrid Früh, Martin Page, Inka Parei, Marie-Luise Scherer, Peter Staengle, Peter Stamm, John von Düffel, Carl Weissner, Wolf Wondratschek.


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