3. Fachkongress WomanPower diskutiert über Chancengleichheit für Frauen auf dem Arbeitsmarkt

"In Deutschland haben wir heute eine hervorragend ausgebildete Generation junger Frauen, die ganz selbstverständlich nach Erfolg im Beruf strebt. In der Altergruppe der unter 30-Jährigen sind sie mit 43 Prozent fast genau so stark in Führungspositionen vertreten wie Männer. Mit Beginn der Familiengründungsphase sinkt ihr Anteil jedoch kontinuierlich auf nur noch knapp über 20 Prozent. Das fatale Signal ist: das Risiko, Kinder zu bekommen, steht dem beruflichen Erfolg im Wege. Angesichts der demografischen Entwicklung müssen wir deswegen neue Arbeitsformen finden, die es Frauen und Männern erleichtern, ihre Aufgaben in Beruf und Familie besser zu vereinbaren", sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Hermann Kues, heute auf dem Fachkongress WomenPower.

28.04.2006 Pressemeldung Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Die Tagung auf der HANNOVERMESSE steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und findet bereits zum 3. Mal statt. Mehr als 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Wirtschaft, Verbänden und Politik diskutieren dabei über Erfolgsstrategien und Karriereperspektiven für Frauen. Außerdem informiert erstmals ein Gründerinnenforum über die Möglichkeit der beruflichen Selbstständigkeit und Existenzgründung für Frauen.

"Wir müssen darüber nachdenken, wie wir mehr Raum und Zeit für Kinder in einer hochmodernen Arbeitswelt schaffen können", sagte Kues in seiner Eröffnungsrede. "Vor allem in den Vorstandsetagen der Unternehmen muss sich etwas bewegen. Kultureller Wandel ist immer auch Chefsache. Immer mehr Unternehmen erkennen bereits die Vorteile einer familienbewussten Personalpolitik und nutzen sie als harten Erfolgsfaktor. Sie verschafft ihnen klare Wettbewerbs- und Standortvorteile, insbesondere auch im schwieriger werdenden Werben um begehrte Fachkräfte. Personalverantwortliche und Chefs, die ihre Betriebe familienfreundlicher gestalten wollen, können schon jetzt auf einen ganzen Fächer praxisnaher, betriebswirtschaftlich durchgerechneter Konzepte zurück greifen, die das Bundesfamilienministerium erarbeitet hat", erläuterte Kues. "Es geht darum, eine familienfreundliche Personalpolitik als strategisches Managementinstrument zu nutzen und Familienfreundlichkeit zu einem Markenzeichen der deutschen Wirtschaft zu machen."

Die Bundesregierung unterstützt bereits jetzt zahlreiche Programme, die eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern. Dazu gehört die "Allianz für die Familie" oder das Unternehmensprogramm "Erfolgsfaktor Familie". Ziel ist es, bis Jahresende 1.000 Firmen an die Initiative "Erfolgsfaktor Familie" zu binden.

Weitere Informationen dazu finden Sie im auf dieser Homepage oder unter www.erfolgsfaktor-familie.de/.


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