450.000 Besucher folgten Spuren des Christentums

Zum Auftakt des Kulturland-Jahres 2005 "Der HimmeI auf Erden. 1000 Jahre Christentum in Brandenburg" im Frühjahr herrschte Skepsis vor: Im "Kernland des Atheismus", als das Brandenburg gern bezeichnet wird, galt das Thema mindestens als schwierig.

07.12.2005 Brandenburg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg

Doch die vergangenen Monate haben gezeigt: Das Themenjahr 2005 war überaus erfolgreich und schließt mit einer Rekordbilanz: 450.000 Besucher folgten Kulturland Brandenburg auf den Spuren des Christentums, die das Land vom Mittelalter bis heute durchziehen.

Kulturministerin Prof. Dr. Johanna Wanka sagte auf einer Pressekonferenz am Mittwoch in Potsdam: "Viele Aktivitäten in diesem Kulturlandjahr haben verdeutlicht, wie christlicher Glaube, christliche Praxis und Tradition kulturprägend gewirkt haben und bis heute erhalten geblieben sind. Und dies sogar in einer Region wie Brandenburg, die im 20. Jahrhundert nicht nur von der Säkularisierung, sondern von einer vom Staat angeordneten Entchristianisierung betroffen war. Diese lebendigen Traditionen auszuloten und zu bekräftigen ist eines der großen Verdienste von Kulturland Brandenburg 2005."

Brigitte Faber-Schmidt, Geschäftsführerin und Vorstandsvorsitzende von Kulturland Brandenburg e.V. würdigte die Qualität der diesjährigen Projekte und das Engagement der Partner, die entscheidend zum Erfolg des Kulturland-Jahres beigetragen hätten.

Im Rahmen des Kulturland-Jahres konnten wichtige historische Anlagen für neue kulturelle Nutzungen restauriert werden, so das Kulturquartier Mönchenkloster in Jüterbog, wo das Stadtmuseum seine neue Dauerausstellung zeigt. Einen Höhepunkt bildete die Eröffnung des Museums für brandenburgische Kirchen- und Kulturgeschichte des Mittelalters auf der restaurierten Bischofsburg Ziesar. Damit wurde nicht nur ein wichtiger Ort für die Geschichte des Christentums in Brandenburg wieder ins Bewusstsein gerückt, sondern auch die brandenburgische Museumslandschaft bereichert. Die Dauerausstellung "Wege in die Himmelsstadt" sahen mehr als 16.000 Besucher.

Im Jahr 2006 steht die Baukultur des Landes im Mittelpunkt von Kulturland Brandenburg, von den Bauten Schinkels, dessen 225. Geburtstag im nächsten Jahr gewürdigt wird, über herausragende Beispiele des Siedlungsbaus in der Weimarer Republik wie auch in der DDR-Zeit bis hin zu qualitätvollen Bauten der jüngsten Zeit. Die Schirmherrschaft werden Kulturministerin Johanna Wanka und Infrastrukturminister Frank Szymanski übernehmen.


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