Arbeitsmaterialien für die "Zeitzeugenarbeit mit neuen Medien"

Eine persönliche Auseinandersetzung von Jugendlichen mit gegenwärtigen und zeitgeschichtlichen Themen gelingt am unmittelbarsten über die Begegnung mit Zeitzeugen. Klassische Zeitzeugenprojekte im Rahmen des Geschichts- oder Politikunterrichts haben NS-Diktatur und Holocaust ebenso wie Zensur und Unterdrückung in den Staaten des Warschauer Pakts zum Inhalt. Aber auch die Beschäftigung mit aktuellen Problemfeldern wie Migration oder Globalisierung kann durch das Gespräch mit Zeitzeugen ganz neue Dimensionen gewinnen.

07.04.2006 Pressemeldung Schulen ans Netz e. V.

Bei der Durchführung und Nachbereitung von Zeitzeugenbegegnungen leisten digitale Medien wertvolle Unterstützung. Recherche und Kontaktaufnahme werden wesentlich erleichtert; eine detaillierte Abstimmung per E-Mail kann Berührungsängste abbauen und das für den Erfolg erforderliche Vertrauen zwischen den Beteiligten herstellen. Vor allem aber schaffen Digitalkamera, Computer und Internet Voraussetzungen für eine intensive produktionsorientierte Auseinandersetzung von Jugendlichen mit Zeitgeschichte.

Der Leitfaden "Zeitzeugenarbeit mit neuen Medien" von Schulen ans Netz e.V. und der Brücke/Most-Stiftung zur Förderung der deutsch-tschechischen Verständigung und Zusammenarbeit zeigt unterschiedliche Umsetzungen schulischer Zeitzeugenbegegnung auf und vermittelt methodisches Know-how verbunden mit Organisationshilfen und Kopiervorlagen für Schülerinnen und Schüler. Darüber hinaus erfahren Lehrkräfte, wie sie die Online-Angebote der Lern- und Arbeitsplattform "Exil-Club" von Schulen ans Netz e.V. für die Dokumentation von Zeitzeugenprojekten im Internet nutzen können. In die Materialien eingeflossen sind praktische Erfahrungen aus der gemeinsamen Durchführung von internationalen Jugendseminaren in Dresden und Prag.

Eine detaillierte Inhaltsübersicht und Informationen zur Bestellung finden Sie unter www.exil-club.de/dyn/64291.asp.

Der Exil-Club ist eine Lern- und Arbeitsplattform für den handlungs- und projektorientierten Unterricht. Ziel ist neben der inhaltlichen Auseinandersetzung mit den Themen Exil, Fremdsein und Migration die Förderung von Medienkompetenz. Das Angebot von Schulen ans Netz eignet sich für den Unterricht und die Projektarbeit in den Sekundarstufen I und II aller Schulformen. Das Projekt wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finanziert, ist nicht kommerziell und wird redaktionell und medienpädagogisch betreut.

www.exil-club.de
www.schulen-ans-netz.de

Ansprechpartner

Schulen ans Netz e. V.

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