Austellung zeigt zentrale Epoche der Landesgeschichte

Eine zentrale Epoche der Landesgeschichte steht im Mittelpunkt der Großen Landesausstellung "Königreich Württemberg 1806-1918 - Monarchie und Moderne", die vom 22. September 2006 bis 4. Februar 2007 im Württembergischen Landesmuseum stattfindet.

02.03.2006 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Aus Anlass des 200. Gründungsjubiläums des Königreichs Württemberg wird anhand wertvoller Exponate die Entwicklung Württembergs von absolutistischen Traditionen hin zu einem modernen Staatswesen dargestellt. Der Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Michael Sieber MdL unterstrich vor Medienvertretern am 2. März in Stuttgart die kulturpolitische Bedeutung der Großen Landesausstellungen: "Kunst und Kultur sind wichtig für die Identifikation und das Zusammengehörigkeitsgefühl der Menschen mit ihrem Land und ihrer Heimat. Diesen Anspruch erfüllt das Kulturland Baden-Württemberg mit dem Konzept der Großen Landesausstellungen, die einen Schwerpunkt der Kulturpolitik des Landes darstellen."

In der Reihe der Großen Landesausstellungen, die auf die im Jahr 1977 mit außerordentlich großem Erfolg durchgeführte Staufer-Ausstellung zurückgehen, werden herausragende landesgeschichtliche Themen und Ereignisse wissenschaftlich aufbereitet und die Ergebnisse dem breiteren Publikum in überregionalen Präsentationen vorgestellt. Die Großen Landesausstellungen tragen damit erheblich dazu bei, den Ruf Baden-Württembergs als Kulturland par excellence zu untermauern. "Die Förderung von Kunst und Kultur ist deshalb ein wichtiges Anliegen für Baden-Württemberg, zu dem sich das Land bekennt und dafür auch in finanziell schwierigen Zeiten in der Kunstpolitik positive Zeichen setzt", sagte Staatssekretär Sieber.

Die Großen Landesausstellungen entwickelten sich mit hohen Besucherzahlen zu wahren Publikumsmagneten und "sind deshalb ihr Geld wert" (Sieber). Insgesamt stellt das Land für die vier Großen Landesausstellungen im Jahr der Fußballweltmeisterschaft mehr als 4 Mio. Euro bereit. Für die Grundfinanzierung der Württemberg-Ausstellung beträgt der Landeszuschuss 750.000 Euro. Die Differenz zu den geschätzten Gesamtkosten von 2 Mio. Euro deckt das Württembergische Landesmuseum durch Eigenmittel, Eintritts- und Sponsorengelder ab.

Das Land unterstützt die Museen jedoch nicht nur durch Sondermittel für die Durchführung bedeutender Ausstellungsprojekte, sondern leistet auch Beiträge für die Museumsbestände. Aus Wettmitteln werden jährlich erhebliche Gelder für den Erwerb von Spitzenwerken für die Kunstsammlungen der Staatlichen Museen bereitgestellt. Zur Ausstellung "Königreich Württemberg 1806-1918 Monarchie und Moderne" konnte mit einer wertvollen Blumenschale (um 1825/30) des Stuttgarter Hofebenisten Johannes Klinckerfuß und des Stuttgarter Hofciseleurs Casimir Münch ein solches Spitzenwerk erworben werden, das zusammen mit rd. 850 Exponaten in der Ausstellung zu sehen sein wird.

Neben der Ausstellung zum Königreich Württemberg werden im Jahr 2006 noch drei weitere Große Landesausstellungen durchgeführt: von 20. Mai bis 24. September in der Staatsgalerie Stuttgart die Monet-Ausstellung "Felder im Frühling"; von 24. Mai bis 24. September im Kunstgebäude am Stuttgarter Schlossplatz unter dem Titel "Kunst lebt" - Spitzenexponate aus allen elf Landesmuseen und zahlreichen weiteren Kunsteinrichtungen, und ab 28. September 2006 im Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim die Ausstellung "Abenteuer Raumfahrt - Aufbruch ins Weltall".


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