Berlin bekommt ein Fernsehmuseum

Der Potsdamer Platz bekommt einen neuen Publikumsmagnet. Die Stiftung Deutsche Kinemathek kann mit europäischen Fördermitteln und Lottogeldern in gleicher Höhe zwei Etagen des Filmhauses im Sony Center zu einem Deutschen Fernsehmuseum ausbauen.

02.03.2005 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur Berlin (bis 11/06)

Das Fernsehmuseum wird als Abteilung der Stiftung Deutsche Kinemathek betrieben und der Programmgeschichte des deutschen Fernsehens gewidmet sein. Sonderausstellungen der Stiftung ("Die Kommissarinnen", "Fernsehen macht glücklich") hatten das große Besucherinteresse an Themen der Deutschen Fernsehgeschichte belegt. Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, die Landesmedienanstalten und die Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten werden das Haus maßgeblich unterstützen und als Schaufenster ihres Programmangebots nutzen.

Mit dem in der Bundesrepublik einmaligen Fernsehmuseum wird das Museumsangebot Berlins weiter abgerundet. Zugleich komplettiert das Fernsehmuseum das Filmhaus am Potsdamer Platz zu einem wirklichen "House of moving Images". Im selben Gebäude sind bereits das Filmmuseum, die Freunde der Deutschen Kinemathek, das Kino Arsenal und die Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin untergebracht.

Kultursenator Dr. Thomas Flierl: "Mit meiner Förderentscheidung über rd. 2 Mio. Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) ist die Finanzierung des Ausbaus des Fernsehmuseums gesichert. Berlin wird kulturell bereichert und erhält eine neue Attraktion für Touristen und alle Berlinerinnen und Berliner. Damit werden endlich auch die vor mehr als fünf Jahren vom alten Senat für 25 Jahre fest angemieteten Räume im Filmhaus ihrem Zweck entsprechend genutzt. Da der Bund die Finanzierungsverantwortung für die Stiftung Deutsche Kinemathek seit 2004 übernommen hat sowie ab Fertigstellung des Ausbaus auch die Finanzierung für die Mietflächen des Fernsehmuseums übernehmen wird, wird Berlin die bisher im Kulturhaushalt für leerstehende Flächen gebunden Mietkosten zur Entschuldung des Carrousel Theaters und zum Ausbau des Zwangsarbeiterlagers in Schöneweide einsetzen können."


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