Bernhard Peisker erhält Verdienstmedaille für ehrenamtliches Engagement für Senioren und Pflegekinder

Wissenschaftsstaatssekretär Dr. Hans-Gerhard Husung überreichte heute in Berlin Dr. Bernhard Peisker das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Damit würdigt die Bundesrepublik Deutschland das große ehrenamtliche Engagement von Dr. Bernhard Peisker vor allem zugunsten von Senioren und Pflegekindern.

09.01.2008 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Auf die Initiative von Dr. Bernhard Peisker erfolgte 1995 die Gründung von pro seniores, einem Verein zur Förderung der Seniorenuniversität Berlin. Peisker wurde der erste Vorsitzende des Vereins. Ziel des Vereins war der Erhalt des Angebotes der Seniorenuniversität der Charité. Durch die der Gründung des Vereins und des besonderen Engagements von Dr. Bernhard Peisker konnte der Verein im Jahre 2005 sein zehnjähriges Bestehen feiern. Von anfänglich zehn Mitgliedern ist der Verein auf eine Stärke von gegenwärtig 760 Mitgliedern gewachsen. Die Betreuung der Studierenden - im Studienjahr 2006 insgesamt 1143 Personen – werden unter der Leitung von Dr. Peisker von Vereinsmitgliedern ehrenamtlich betreut. Der Aufwand ist immens und umfasst sowohl die finanzielle Bearbeitung, darin eingeschlossen die Finanzierung der Öffentlichkeitsarbeit, Sonderveranstaltungen, als auch die Einflussnahme auf inhaltliche Gestaltung des Vorlesungsprogramms, der Kursprogramme, Bearbeitung der Anmeldungen, Teilnehmerausweise und Betreuung der Vorlesungen.

Darüber hinaus waren das Ehepaar Peisker von 1993 bis 2002 Kurzzeitpflegeeltern im Auftrag des Jugendamtes Berlin-Marzahn. In dieser Zeit wurden mehr als 20 Pflegekinder in die Familie aufgenommen, teilweise bis zu 15 Monaten. Von 1994 bis 2001 arbeitete Dr. Peisker ehrenamtlich im Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e. V. in Berlin. Hier war er u. a. Mitglied im Vorstand und in den Jahren 2000 und 2001 Vorsitzender. Zudem war er von 1999 bis 2001 Mitbegründer und Beisitzer des Landesverbandes PFAD Berlin-Brandenburg zur Förderung von Pflegekindern.

Staatssekretär Hans-Gerhard Husung: "Es ist mir eine besondere Ehre Dr. Bernhard Peisker für sein langjähriges Wirken zugunsten der Seniorenuniversität sowie sein Engagement für Pflegekinder durch die Auszeichnung mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland zu danken."

Die heutige Berliner Seniorenuniversität wurde 1978 zunächst unter dem Namen "Universität der Veteranen der Arbeit" gegründet und entwickelte sich in kürzester Zeit zu einem großen Erfolg. Zur Seniorenuni gehören wöchentliche Vorlesungen an der Charité aus den Bereichen Medizin, Geschichte, Philosophie, Politik, Kultur, Naturwissenschaften und Technik. Daraus bildeten sich dann weitere Arbeitskreise wie ein Literatur-, ein Architektur- und ein Museumskurs. Diese Einrichtung für Seniorinnen und Senioren wurde ununterbrochen bis zur Wiedervereinigung Deutschlands fortgesetzt und verschaffte sich bei den Nutzern einen guten Namen.

Die politische Wende bedeutete allerdings eine Zäsur in der Arbeit der Senioren. Die Einrichtung wurde in "Seniorenuniversität" umbenannt. Zunächst konnte die Arbeit erst einmal ohne Abstriche fortgesetzt und damit über die Nachwendezeit gerettet werden. 1993 begann der Einsatz erster ehrenamtlicher Kräfte aus dem Kreis der Hörerinnen und Hörer bei der Organisation und Durchführung der Studienjahre und des beliebten Kursangebotes. Der Rückgriff auf ehrenamtliche Helfer wurde notwendig, da die bisher praktizierte Form der Seniorenuniversität personell und finanziell nicht mehr abgesichert werden konnte, die Zahl der Teilnehmer und die Forderungen nach mehr Angeboten aber ständig stiegen. Es bildete sich ein "Hörerbeirat", der Schritt für Schritt immer mehr Aufgaben übernahm. Aus dem Kreis der Beteiligten der Charité und des Hörerbeirates wurde der Förderverein zur Erhaltung und Weiterentwicklung der Seniorenuniversität gegründet.


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