Bildungsministerin Erdsiek-Rave zeichnet außerschulische Bildungseinrichtungen mit Gütesiegel aus

Im Rathaus der Stadt Norderstedt stand heute (13. Juli) das Thema "Bildung für nachhaltige Entwicklung" auf der Tagesordnung. Fünf Einrichtungen aus unterschiedlichen Gegenden Schleswig-Holsteins wurden in den Kreis der offiziell anerkannten Kooperationspartner für Schulen aufgenommen.

13.07.2006 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

"Nachhaltigkeit betrifft jeden von uns. Sie verbindet die Natur mit dem Menschen und beides mit der Wirtschaft und stellt alles in den notwendigen weltweiten Zusammenhang", erläuterte Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave bei der Vergabe der Zertifikate. Deshalb sei es so wichtig, dass Bildung für nachhaltige Entwicklung in den Schulen fest verankert sei. Die Ministerin überreichte die Zertifikate an folgende Einrichtungen:

  • den Schulbauernhof Helle,
  • das Multimar Wattforum in Tönning,
  • den Verein "Eine Welt für Alle" mit seinem Weltladen in Norderstedt,
  • das Hege-Lehrrevier Grönwohld als Bildungspartner,
  • den ErlebnisWald Trappenkamp als "Bildungszentrum für Nachhaltigkeit".

Sie sagte weiter: "Schulen, die Wert auf Nachhaltigkeit legen, gehören grundsätzlich zu den pädagogischen Wegbereitern im Land." Immer häufiger würden die Schulen auf diesem Feld auch mit kompetenten außerschulischen Partnern zusammenarbeiten. "Um das Miteinander zu vereinfachen und den Erfolg solcher Kooperationen zu sichern ist ein spezielles Zertifizierungsverfahren entwickelt und umgesetzt worden, das mittlerweile bundesweit Vorbildcharakter erlangt hat", so die Ministerin.

Vertreterinnen und Vertreter der umwelt- und entwicklungspolitischen Bildung haben gemeinsam mit dem Ministerium für Bildung und Frauen und dem Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume ein Verfahren und Qualitätskriterien für die Zertifizierung von Bildungseinrichtungen und Bildungsangeboten erarbeitet. Es ist als Anreiz für die Weiterentwicklung außerschulischer Bildungsangebote aller Art zur Bildung für nachhaltige Entwicklung konzipiert worden, die durch diese Zertifizierung verstärkt in die Einrichtungen und deren Angebote hinein getragen wird. Zu den Kriterien, die erfüllt werden müssen, gehören unter anderem, dass inhaltliche und methodische Aspekte der Bildung für nachhaltige Entwicklung berücksichtigt werden, dass die Einrichtungen entsprechend ausgerüstet sind und dass die Schulen in die Gestaltung der Bildungsangebote eingebunden werden. "Für die außerschulischen Anbieter von Umweltbildung und Globalem Lernen werden sich durch diese Qualifizierung die Chancen erhöhen, als selbständige Bildungspartner in der Region bei unterschiedlichen Nutzern nachgefragt zu werden", erläutert Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. von Boetticher. "Daher werden wir auch zukünftig Angebote zur Qualitätsentwicklung vorhalten, um den Einrichtungen ein erfolgreiches Zertifizierungsverfahren zu ermöglichen."

Genaue Informationen über das Zertifizierungsverfahren finden sich im Internet unter www.bne.schleswig-holstein.de bzw. www.bfne.lernnetz.de.

Das Zertifikat sichert für Schulen und andere Nutzer die Qualität des Angebotes. Die Bildungspartner ihrerseits können mit dem Zertifikat werben, nachdem sie im Zertifizierungsprozess ihre Arbeit unter Beweis gestellt haben. Seit Dezember 2004 sind nun 20 Bildungspartner mit überzeugenden Angeboten aus dem Feld "Bildung für nachhaltige Entwicklung" zertifiziert worden; mit dem Weltladen in Norderstedt zum ersten Mal auch eine Einrichtung aus dem Bereich "Entwicklungspolitische Bildung und Globales Lernen".


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