Claus Schenk von Stauffenbergs Ehrensäbel bis Sommer 2007 in Erinnerungsstätte im Stuttgarter Alten Schloss zu sehen

Am 13. Dezember hat Berthold Schenk Graf von Stauffenberg, Sohn des Widerstandskämpfers Claus Schenk Graf von Stauffenberg, den Ehrensäbel seines Vaters dem Land Baden-Württemberg vertreten durch Kunststaatssekretär Dr. Dietrich Birk leihweise übergeben. Der Ehrensäbel wird bis Juni 2007 in der jüngst eröffneten ständigen Ausstellung über die Brüder Claus und Berthold Schenk Graf von Stauffenberg im Stuttgarter Alten Schloss gezeigt.

13.12.2006 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

"Der lange Zeit verschollene Ehrensäbel ist eines der ganz wenigen persönlichen Erinnerungsstücke an diesen bedeutenden Widerstandskämpfer. Ich freue mich sehr, dass die bundesweit einmalige Präsentation in den nächsten sechs Monaten mit diesem eindrucksvollen Schaustück bereichert werden kann." Mit diesen Worten dankte Kunststaatssekretär Dr. Dietrich Birk im Namen der Landesregierung der Familie von Stauffenberg für deren große Unterstützung.

Der Ehrensäbel ist Claus von Stauffenberg im Jahr 1929 als Jahrgangsbester seines Offizierslehrgangs verliehen worden. Seit dem 20. Juli 1944 verschollen, ist er erst 1999 wieder in den Besitz der Familie gelangt und im Anschluss nur für kurze Zeit im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn der Öffentlichkeit gezeigt worden. "Mit dem Cello und dem Säbel von Claus von Stauffenberg können wir der Öffentlichkeit zwei Objekte präsentieren, die für zwei wesentliche Aspekte in seinem Leben stehen: seine militärische Berufung und seine musische Neigung", betonte Staatssekretär Birk.

Die Stauffenberg-Erinnerungsstätte im Stuttgarter Alten Schloss ist am 15. November 2006 von Ministerpräsident Oettinger im Beisein von Bundespräsident a. D. Dr. Richard von Weizsäcker und Berthold Schenk Graf von Stauffenberg, dem ältesten Sohn von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, eröffnet worden. Die Gebrüder Stauffenberg waren in einer Dienstwohnung im Stuttgarter Alten Schloss aufgewachsen, der Vater war Oberhofmarschall des letzten württembergischen Königs. Die gemeinsam vom Land und der Landesstiftung Baden-Württemberg initiierte und vom Haus der Geschichte konzipierte Dauerausstellung dokumentiert den Lebensweg der beiden Widerstandskämpfer, um das Andenken der Gebrüder Stauffenberg zu bewahren und ein breites Publikum zur Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte anzuregen. Anhand von Originalexponaten werden die Lebensstationen der Brüder und deren geistiges Umfeld eindrucksvoll veranschaulicht.

Weitere Informationen unter www.hdgbw.de


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