Commerçon - ein Nonliner?

Ein Blick ins Internet hätte Herrn Commerçon eine große Blamage erspart. Mit ein paar Klicks hätte er schnell erfahren, dass die saarländischen Schulen - was die Internet-Ausstattung und -nutzung anbetrifft - seine Vorwürfe nicht verdient haben. Denn praktisch alle saarländischen Schulen, von den Grundschulen bis zu den Gymnasien und Berufsbildungszentren, sind am Netz. Die meisten haben sogar superschnelle kostenfreie Telekom-Breitbandanschlüsse.

05.09.2006 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Auch bei seinem "Sponsoring-Vorschlag“ hinkt der SPD-Fraktionsvize weit hinter der Wirklichkeit her. Sehr erfolgreich war die Initiative "Zukunft schenken“, bei der sich viele saarländische Unternehmen sehr großzügig gezeigt haben. Das Kultusministerium ist in ständigen Gesprächen mit den großen IT-Konzernen, wie zum Beispiel Intel, IBM, Microsoft, Debitel, Hewlett-Packard und Siemens. Mit ihnen ist eine ganze Reihe von Partnerschaften entstanden, die den saarländischen Schulen in vielfältiger Weise zugute kommen. Auch Unternehmen aus dem Saarland, wie Kohl-Pharma, die IDS-Scheer AG und Peugeot sponsern großzügig saarländische Schulen mit Hard- und Software.

Die Bereitschaft der Lehrkräfte, sich im Umgang mit PC und Internet sowie dessen Einsatz im Unterricht selbst zu qualifizieren ist im Saarland ausgesprochen hoch. Im Rahmen von "Zukunft schenken“ haben die saarländischen Lehrkräfte einen PC-Führerschein erworben, der sie auch im Umgang mit dem Internet fit gemacht hat. Mehr als ein Viertel aller saarländischen Lehrkräfte hat an der Fortbildungsmaßnahme "Intel - Lehren für die Zukunft“ teilgenommen.

Ebenso daneben liegt Commerçon mit der Aussage, die Landesregierung habe die Ausgaben für das Projekt "Schüler ans Netz“ gestrichen. Aus diesem Topf werden nach wie vor Projekte finanziert, die den flächendeckenden Einsatz der in den Schulen vorhandenen IT-Ausstattung fördern, verbunden mit projektbezogenen Sonderausstattungen an Beamern, Notebooks, PCs, Smartboards und Digitalkameras. Auch das IT-Service-Center, das den Schulen vor Ort bei der System-Betreuung hilft, wird daraus finanziert.

Entgegen der Aussage des SPD-Abgeordneten stellt das Kultusministerium auch keine Unterrichtsmaterialien her. Vielmehr sind Schulen, die projektbezogen Anträge auf finanzielle Unterstützung stellen, aufgefordert, ihre Erfahrungen und Ergebnisse rückzumelden, damit diese anderen Schulen über den saarländischen Bildungsserver zur Verfügung gestellt werden können. Die von Herrn Commerçon angesprochene Produktion von CD-ROMs erfolgte im Übrigen unter der SPD-Vorgängerregierung. Die Einschätzung dieser Maßnahme als "strategischer Fehler“ ist vor diesem Hintergrund bemerkenswert.


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