DGB, IG BAU, GEW, GdP und ver.di rufen Beamtinnen und Beamte zur Solidaritätsabstimmung im Internet auf

Gewerkschaften wollen Druck auf Land und Kommunen gegen die Politik der Arbeitszeitverlängerung verstärken

17.02.2006 Baden-Württemberg Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

Mit einer Solidaritätsabstimmung der Beamtinnen und Beamten im Land wollen der DGB und die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes den Druck auf Land und Kommunen gegen die Politik der Arbeitszeitverlängerung verstärken. Knapp 28.000 Beamtinnen und Beamte aus der unmittelbaren Landesverwaltung und den Kommunen, darunter PolizeibeamtInnen und LehrerInnen, die Mitglieder in einer DGB-Gewerkschaft sind, sind aufgerufen, vom 17. bis 22. Februar online ihre Solidarität mit den Streikenden zum Ausdruck zu bringen. Der DGB-Landesvorsitzende Rainer Bliesener stellte heute in Stuttgart die Abstimmungsseite www.solidaritaet.dgb-bw.de vor. Abstimmen können nur Mitglieder unter Angabe ihrer Gewerkschaft und der Mitgliedsnummer.

Hier der Aufruf zur Abstimmung:

Liebe Kolleginnen und Kollegen, der DGB Baden-Württemberg und seine Mitgliedsgewerkschaften fordern alle gewerkschaftlich organisierten Beamtinnen und Beamten im Land und den Kommunen in Baden-Württemberg zu einer SOLIDARISCHEN ABSTIMMUNG auf.

Wir rufen unsere Mitglieder (Beamtinnen und Beamte) in den DGB-Gewerkschaften (IG BAU, GdP, GEW und ver.di) auf, über folgende Frage abzustimmen:

ICH UNTERSTÜTZE DEN STREIK IM ÖFFENTLICHEN DIENST UND BIN BEREIT, MICH IM RAHMEN MEINER MÖGLICHKEITEN AN AKTIONEN IN MEINER REGION ZU BETEILIGEN

Link zur Online-Abstimmung: www.solidaritaet.dgb-bw.de

Wir bitten Sie, Ihre Stimme in der Zeit von Freitag, den 17.02.2006 bis Mittwoch, den 22.2.2006, 12 Uhr, abzugeben. (Halten Sie bitte Ihre Mitgliedsnummer bereit). Die Abstimmung ist geheim. Die Eingabe der Mitgliedsnummer dient nur zur Erkennung der Abstimmungsberechtigung.

Die Gewerkschaften im öffentlichen Dienst führen einen Arbeitskampf zum Erhalt der 38,5-Stunden Woche bei den Tarifbeschäftigten in den Kommunen in Baden-Württemberg und im Land.

Als Beamtin bzw. Beamter wissen Sie:

  • Die Arbeitszeitverlängerung für Beamtinnen und Beamte ist nicht von den Tarifbeschäftigten zu verantworten, sondern von der baden-württembergischen Landesregierung.
  • Die Landesregierung hat die einseitige Regelungsbefugnis im Beamtenrecht benutzt, um Druck auf das Tarifrecht auszuüben, mit dem Ziel, auch die Arbeitszeit für Tarifbeschäftigte zu verlängern.
  • Längere Arbeitszeiten vernichten Arbeitsplätze und rauben jungen Menschen die Chance auf Arbeit.
  • Eine Chance auf geringere Arbeitszeiten im Beamtenbereich besteht nur, wenn die Arbeitszeitverlängerung im Tarifbereich abgewehrt wird. Nach herrschender Meinung dürfen Beamtinnen und Beamte nicht streiken, sie dürfen sich aber wehren!
  • Unterstützen Sie die Streikenden im Rahmen des rechtlich Zulässigen (in der Freizeit, der Gleitzeit, in der Mittagspause, ...)!
  • Nehmen Sie an Demonstrationen und Kundgebungen teil!
  • Lehnen Sie den Einsatz als Streikbrecher auf bestreikten Arbeitsplätzen ab!

Rainer Bliesener
Landesvorsitzender
DGB Baden-Württemberg

Sybille Stamm
Landesbezirksleiterin
ver.di Baden-Württemberg

Rainer Dahlem
Landesvorsitzender
GEW Baden-Württemberg

Josef Schneider
Landesvorsitzender
GdP Baden-Württemberg

Dietmar Schäfers
IG BAU Bundesvorstand
Region Südwest

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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