Edith Ranneberg erhält Verdienstmedaille

Der Staatssekretär für Bildung, Jugend und Sport, Thomas Härtel, wird am Freitag, den 9. Dezember 2005 um 10:00 Uhr in der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport, Beuthstraße 6-8, 10117 Berlin, Raum 6035 die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Frau Edith Ranneberg verleihen.

08.12.2005 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Seit mehr als 15 Jahren setzt sie sich – neben der Erziehung ihrer eigenen beiden Söhne – zum Wohle von Pflegekindern ein. Sie zeigt dabei ein Engagement, das weit über die zu erwartende Einsatzbereitschaft einer Pflegemutter hinausgeht und ist darüber hinaus auch ehrenamtlich im Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V. tätig.

Zur Zeit leben ca. 2.800 Kinder und Jugendliche in Berlin in Pflegefamilien. Das Leben ist für manche Kinder in ihren Herkunftsfamilien schädlich für ihre Entwicklung. Wenn vielfältige Belastungen und Gefährdungsmomente dazu führen, dass die Erziehung der Kinder und Jugendlichen vorübergehend oder dauerhaft nicht gewährleistet ist, gibt das Jugendamt Hilfen zur Erziehung.

Die Vollzeitpflege in Pflegefamilien ist besonders für jüngere Kinder geeignet. Auch für Kinder und Jugendliche, die aufgrund von besonderen Erziehungsschwierigkeiten, Störungen oder Behinderungen einen erweiterten Förderbedarf haben, bietet sich diese Hilfeart im Einzelfall an. Der enge, elternähnliche Umgang zwischen Kind und Pflegeperson in einem überschaubaren und beständigen Familienverband führt zum Teil zu sehr engen Beziehungen, die sogar über das Ende der Pflegezeit andauern.

Die Auszeichnung soll auch einen Impuls setzen zur Gewinnung weiterer Pflegefamilien. Dies ist nicht immer leicht, denn Pflegeeltern leisten den größten Teil ihrer Arbeit ehrenamtlich.

Staatssekretär Thomas Härtel: "Die erstatteten Kosten, Pauschalen und Beihilfen können beileibe nicht das aufwiegen, was die Pflegeeltern wirklich verdient hätten. Mit der Ehrung von Frau Ranneberg möchte ich ein wenig von der öffentlichen Anerkennung geben, die ihnen gebührt."


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