Ein Kraftwerk für die Kunst
Kulturministerin Prof. Dr. Johanna Wanka und Bauminister Frank Szymanski haben heute in Cottbus gemeinsam mit der Direktorin der Brandenburgischen Kunstsammlungen Dr. Perdita von Kraft und Oberbürgermeisterin Karin Rätzel die Pläne zur Sanierung des alten Dieselkraftwerkes in der Stadt präsentiert. Der Standort soll bis zum Jahr 2006 zum neuen Domizil der Kunstsammlungen ausgebaut werden.
10.09.2004 Brandenburg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes BrandenburgSanierung und Ausbau erfolgen nach den Plänen des Architekten Claus Anderhalten und werden rund 7,1 Millionen Euro kosten. Das Geld stammt von EU, Bund, Land und Stadt. Höhe und Raumgestaltung werden eine bessere und attraktivere Präsentation von Wechselausstellungen und eine Verbesserung der räumlichen Voraussetzungen zur Anwerbung besonders hochwertiger Ausstellungen ermöglichen. Den Anforderungen eines Kunstmuseums entsprechend, wird eine technische und klimatische Ausstattung der Depotflächen für eine fachgerechte Lagerung der Sammlungsbestände installiert. Werkstätten und dem jeweiligen Museumsgut zugeordnete Lagerstätten werden nach arbeitsökonomischen Erfordernissen geplant. Außerdem werden bedarfsgerechte Räume mit entsprechender Ausstattung für die museumspädagogische Arbeit unter Einschluss der Arbeit mit Behinderten zur Verfügung stehen sowie auch sonst die behindertengerechte Erschließung des Gebäudes und der Ausstellungsbereiche gewährleistet. Der alte Standort in einem ehemaligen Kaufhaus in der Spremberger Straße, der für ein Kunstmuseum nur sehr eingeschränkt geeignet war, wird aufgegeben.
"Die künftige Nutzung eines unter Denkmalschutz stehenden Industriedenkmals für ein Museum der zeitgenössischen Kunst stellt eine interessante Kombination von Denkmal und Kunst dar und folglich reizvolle Gestaltungsmöglichkeiten für Ausstellungen sowie durch die Raumkonzeption vielfältige Veranstaltungsmöglichkeiten", betonte Ministerin Wanka.
Minister Szymanski unterstrich: "Mein Haus fördert das Vorhaben mit rund 1,4 Millionen Euro aus der Städtebauförderung. Dies ist gut angelegtes Geld, denn wir erhalten nicht nur ein Industriedenkmal, sondern schaffen einen weiteren Anziehungspunkt, der Cottbus noch ein Stück interessanter macht."
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