Erdbebenforscher tagen in Potsdam

Forschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka hat am Montag in Potsdam die Generalversammlung der Europäischen Seismologischen Kommission eröffnet.

13.09.2004 Brandenburg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg

In ihrem Grußwort sagte die Ministerin: "Der Seismologenkongress ist ein wissenschaftliches Ereignis von außerordentlicher Bedeutung, mit dem wir in Europa und weit darüber hinaus auf Potsdam als herausragenden Standort für Erdbebenforschung aufmerksam machen. Auf dem Potsdamer Telegrafenberg ist mit dem GeoForschungsZentrum Potsdam (GFZ), dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und dem Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI), Außenstelle Potsdam ein in Deutschland einmaliger Campus der Erdsystemforschung entstanden, der Weltgeltung besitzt", so die Ministerin.

"Mit den Forschungseinrichtungen auf dem Max-Planck-Campus in Golm, dem Neuen Markt in Potsdam, in Rehbrücke/Nuthetal und Teltow ist hier nach 1990 eine Dichte von Einrichtungen der Wissenschaft und Forschung entwickelt worden, wie sie in solcher Konzentration in Deutschland in keiner weiteren Region anzutreffen ist. Forschung und Forschungsförderung sind für Brandenburg elementare Zukunftsvorsorge. Arbeitsplätze der Zukunft werden hier und heute durch Forschung gesichert. Die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Herausforderungen unserer Zeit verlangen nach Antwort und werden die Berufsfelder von morgen sein. Die Erdsystemforschung gehört mit Sicherheit dazu", so die Ministerin weiter.

Zu dem Kongress werden ca. 500 Erdbebenexperten aus der ganzen Welt erwartet. Es sollen die neuesten wissenschaftlichen Methoden und Ergebnisse der Erdbebenforschung diskutiert werden. Die Veranstalter, das GeoForschungsZentrum Potsdam und die Universität Potsdam, sind zuversichtlich, dass Potsdam erneut Ausgangspunkt eines deutlichen Signals internationaler Bemühungen zur Katastrophenreduktion sein wird.


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