Eröffnung der Deutsch-Tschechischen Literaturtage heute in Chemnitz

Grußwort von Kunstminister Dr. Matthias Rößler \*\*\* Es gilt das gesprochene Wort \*\*\* Anrede, die Deutsch-Tschechischen Literaturtage haben sich schon fast zu einer grenzüberschreitenden Tradition entwickelt – nachdem sie 1994 als Tschechisch-Sächsische Literaturtage begonnen hatten, werden sie seitdem als Deutsch-Tschechische Literaturtage mit immer größerer Resonanz fortgesetzt.

28.09.2004 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus

Nach dem Beitritt der Republik Tschechien zur Europäischen Union ergeben sich mit den diesjährigen Literaturtagen auch neue Chancen, in denen sich deutsche und tschechische Autoren in Chemnitz und Umgebung zu Lesungen und Gesprächen treffen.

Als Zeichen dieses Zusammenwachsens habe ich auch gern zusammen mit dem Generalkonsul der Tschechischen Republik, Herrn Dr. Milan Dufek, die Schirmherrschaft über die diesjährigen Literaturtage übernommen. Diese Literaturtage sind eine besonders herausragende Veranstaltung für die sächsisch-tschechische Grenzregion. Vielleicht wird es ja in Zukunft auch möglich sein, die Literaturtage jeweils wechselseitig der Grenze stattfinden zu lassen, um das gegenseitige Verständnis weiter zu vertiefen.

Ich darf mit großer Freude feststellen, dass an den diesjährigen Literaturtagen allseits bekannte Namen diesseits und jenseits der Grenze aus der Zunft der spitzen Feder und des nachdenklichen Wortes ihre Werke hier zum Besten geben. Dazu kann ich den Literaturrat und seinen Vorsitzenden, Herrn Heise, nur beglückwünschen.

Die bekannten Namen korrespondieren gleichzeitig mit der Vielfalt der Themen und der Veranstaltungsorte in und um Chemnitz. Damit wird gewährleistet, dass an vielen Orten dieser Region Gelegenheiten für intellektuelle Nachdenklichkeit, leidenschaftlichen Disput und Freude am kunstvollen Wort im Sinne einer kraftvollen wie gegenseitigen Inspiration gegeben sind.

So verbindet uns nicht nur gemeinsame Geschichte und Kultur, sondern vielmehr können die Kultur und der mit ihr verbundene Gedankenaustausch Marksteine für eine gemeinsame friedliche Zukunft setzen. Dazu gehört auch das wechselseitige Erleben diesseits und jenseits der Grenze.

Nicht nur aus diesem Grund bin ich mit dem Sächsischen Literaturrat der Meinung, dass trotz knapper werdender Finanzmittel die Deutsch-Tschechischen Literaturtage auch in Zukunft als Ort der Begegnungen erhalten bleiben müssen.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen weiteres gegenseitiges Kennenlernen, intensive Gespräche und einen fruchtbaren Gedankenaustausch.


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