Eröffnung Simulationszentrum Rheinland-Pfalz

Als eine große Chance für den Wissens- und Wirtschaftsstandort Rheinland-Pfalz haben Wissenschaftsminister Professor Dr. E. Jürgen Zöllner und Wirtschaftsminister Hendrik Hering das neue Simulationszentrum am Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik (ITWM) in Kaiserslautern bezeichnet. Das Zentrum könne Kristallisations- und Anziehungspunkt für Spin offs und die Ansiedlung neuer, technologieorientierter Unternehmen sein, betonten die Minister.

19.06.2006 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur, Rheinland-Pfalz (bis 11/06)

Die Unternehmen in Rheinland-Pfalz stünden unter einem zunehmend härter werdenden Wettbewerbsdruck. „In einem Hochlohnland wie Deutschland kann dem nur mit hoher Innovationskompetenz erfolgreich begegnet werden.“ Ein entscheidender Faktor sei dabei die Fähigkeit zur schnellen, flexiblen und qualitätsgesicherten Produktentwicklung. „Und genau hier sehe ich als Wirtschaftsminister den Ansatzpunkt für das neue Simulationszentrum in Kaiserslautern. Es soll die Kompetenz am Wissenschaftsstandort anwendungsorientiert bündeln und für die Unternehmen des Landes umfassend verfügbar machen“, so Hering.

Zusammen mit dem Wissenschaftsressort habe sich das Wirtschaftsministerium an der Förderung des Zentrums beteiligt. Hering unterstrich, als Wirtschaftsminister werde er auch die einzelbetriebliche Innovationsförderung fortsetzen. Weitergeführt würden ebenso die wirtschaftsbezogenen Aspekte der Multimediainitiative des Landes, die für den IT-Standort Kaiserslautern von besonderer Bedeutung seien. Diese Branche habe auf die Bruttowertschöpfung bezogen mit 87 Milliarden Euro inzwischen den Maschinen- und den Automobilbau überholt und liege jetzt auf dem ersten Platz. „IT ist eine Querschnittstechnologie und durchdringt zunehmend die produzierenden Branchen.“

Wissenschaftsminister Zöllner machte deutlich, dass sein Ministerium auch künftig eng mit dem Wirtschaftsressort im Bereich der wirtschaftsorientierten Innovationspolitik zusammenarbeiten werde. „Das ITWM zeigt in vorbildlicher Weise, wie angewandte Forschung und Entwicklung am Bedarf der Unternehmen ausgerichtet werden und damit erfolgreich sein kann“, sagte Zöllner. Nur auf der Basis enger Verbünde zwischen Wissenschaft und Wirtschaft könne langfristig auch die Zahl der technologieorientierten Gründungen und innovativen Unternehmen deutlich gesteigert werden.

Mit dem Simulationszentrum werde der Wissenschaftsstandort Kaiserslautern weiter aufgewertet. „Jahrelange Arbeit auf dem Gebiet der Simulationsmethoden versetzen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler inzwischen in die Lage, ein Kompetenzprofil anzubieten, das sich sehen lassen kann und das einen Brückenschlag zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ermöglicht. Die Kompetenzen am Wissenschaftsstandort Kaiserslautern können damit für die Wirtschaft bedarfsgerecht gebündelt und verfügbar gemacht werden“, erklärte Zöllner.


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