EU-Gelder für die Berliner Kultur
Die viel beachtete Eröffnung des neuen Fernsehmuseums im Potsdamer Platz zeigt es: Die auf Initiative der Kulturverwaltung 2004 getroffene Entscheidung des Senats, Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) auch in Berlin für die kulturtouristische Infrastruktur nutzbar zu machen, ist richtig! Der herausragende Beitrag der Kultur für die touristische Attraktivität der Stadt wird gesichert und gezielt ausgebaut.
08.06.2006 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur Berlin (bis 11/06)Insgesamt stehen mit Zustimmung der Europäischen Kommission bis 2008 rd. 20,5 Millionen Euro zur Verfügung, um das kulturtouristische Potential in der Stadt besser zu erschließen. Gezielt erlaubt das Programm "Förderung der touristischen Infrastruktur" den Neubau, die Erweiterung und die grundlegende Modernisierung von Museen, Ausstellungsflächen und Gedenkstätten. Bedingung für eine Mitfinanzierung aus dem EFRE in Höhe von mindestens 50% der Kosten ist insbesondere die Beteiligung der öffentlichen Hand über den Rest.
Das in dieser Woche der Öffentlichkeit übergebene Fernsehmuseum ist das erste Beispiel für den Einsatz europäischer Fördermittel bei der Modernisierung und Profilierung der Berliner Kulturlandschaft. Für das Fernsehmuseum stellte die Senatsver-waltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur fast 2 Mio. € aus EFRE-Mitteln zur Verfügung; die gleiche Summe kam von der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.
Kultursenator Flierl: "Auch wenn die finanzielle Förderung des Fernsehmuseums künftig vom Bund und den Fernsehsendern geleistet werden wird: Berlin ist stolz darauf, die Grundlagen gelegt zu haben. Auch für die Sanierung des Naturkundemuseums, den Ausbau des Anne-Frank-Zentrums oder die Herrichtung des Schlosses Schönhausen werden EFRE-Mittel eingesetzt. Mit Hilfe europäischer Fördermittel gezielt in kulturelle und kulturtouristische Potentiale zu investieren, ist ein richtiger Weg, der über 2007 hinaus konsequent fortgesetzt werden muss."
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