Familienfreundlichkeit bringt Erfolg
Am 15. Dezember 2004 ist die dreimonatige Bewerbungsphase für den Unternehmenswettbewerb ''Erfolgsfaktor Familie 2005'' zu Ende gegangen. Der Wettbewerb, der herausragendes familienfreundliches Engagement in Unternehmen honoriert, ist auf sehr große Resonanz gestoßen: Insgesamt nehmen 366 Firmen aus unterschiedlichsten Branchen teil, das sind mehr als fünfmal so viele wie beim letzten Wettbewerb im Jahr 2000. 164 der Betriebe bewerben sich in der Wettbewerbskategorie ''Kleine Unternehmen'' (bis 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter), 74 in der Kategorie ''Mittelgroße Unternehmen'' (bis 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter) und 128 in der Kategorie ''Große Unternehmen'' (über 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter).
10.01.2005 Pressemeldung Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und JugendInitiator des Unternehmenswettbewerbs ist das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA). Das Bundesfamilienministerium will mit dem Wettbewerb das Bewusstsein dafür schärfen, dass sich Investitionen in Familienfreundlichkeit auch betriebswirtschaftlich rechnen. Ziel ist es, möglichst viele Unternehmen zur Nachahmung anzuregen. Bundeskanzler Gerhard Schröder hat die Schirmherrschaft für den Wettbewerb übernommen und wird die Gewinner gemeinsam mit Bundesministerin Renate Schmidt im Mai 2005 in Berlin auszeichnen. Weitere Partner des Wettbewerbs sind die Beruf & Familie gGmbH, die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, der Bundesverband der Deutschen Industrie e. V., der Zentralverband des Deutschen Handwerks, der Deutsche Industrie- und Handelskammertag, der Deutsche Gewerkschaftsbund, die Wirtschaftsjunioren Deutschlands und die Financial Times Deutschland.
Bundesministerin Renate Schmidt sagte zum Abschluss der Bewerbungsphase: ''Ich freue mich sehr über das große Interesse am Wettbewerb. Das ist eine deutliche Bestätigung unserer gemeinsamen Ziele, die Menschen bei der besseren Balance von Familie und Arbeitswelt zu unterstützen. Die hohe Resonanz zeigt außerdem, dass immer mehr Unternehmen eine familienfreundliche Personalpolitik als den betriebswirtschaftlichen Faktor ernst nehmen, der er ist. Sie haben erkannt: Familienfreundlichkeit bringt Gewinn.''
Dass sich Familienfreundlichkeit lohnt, hob auch Arbeitgeberpräsident Dr. Dieter Hundt hervor: ''Die Teilnahme von 366 Firmen und besonders die hohe Beteiligung von kleinen Unternehmen bestätigen den Erfolg des Unternehmenswettbewerbs 'Erfolgsfaktor Familie 2005' und spiegeln das stetig steigende Engagement von Unternehmen im Bereich Vereinbarkeit von Familie und Beruf wieder. Das große Interesse an dem Wettbewerb bestätigt mich in meinen Erfahrungen, dass Familienfreundlichkeit mehr als ein Lippenbekenntnis der Wirtschaft ist. Die eingegangenen Bewerbungen dokumentieren die Vielfalt der existierenden Maßnahmen, die Unternehmen ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur Verfügung stellen. Ich bin davon überzeugt, dass die Preisträger die vorhandene Vielfalt anschaulich widerspiegeln werden und anderen Unternehmen im Sinne von good practice als Anregung dienen werden.''
Die Ermittlung der Gewinner
In den kommenden Wochen werden erfahrene Auditorinnen und Auditoren der Beruf & Familie gGmbH sowie eine hochrangig besetzte Jury die Sieger des Wettbewerbs in den drei Wettbewerbskategorien ermitteln. Zu gewinnen gibt es jeweils 10.000 Euro. Besonders engagierte und zukunftsweisende familienfreundliche Modelle werden darüber hinaus mit einem ''Innovationspreis'' ausgezeichnet. Die Top-30-Unternehmen haben zudem die Möglichkeit, kostenfrei das Audit ''Beruf und Familie'' der gemeinnützigen Beruf & Familie gGmbH zu erwerben.
''Allianz für die Familie''
Die Bundesregierung setzt im Rahmen ihrer nachhaltigen Familienpolitik einen deutlichen Akzent für eine familienfreundliche Unternehmenspolitik. Um ein familienfreundliches Klima in den deutschen Unternehmen gezielt zu fördern, hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Sommer 2003 gemeinsam mit den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft und den Gewerkschaften die ''Allianz für die Familie'' ins Leben gerufen. Unter ihrem Dach sind Projekte und innovationsfördernde Kooperationen gebündelt. Partner aus Wirtschaft, Verbänden und Politik setzen sich öffentlich und beispielhaft für eine Unternehmenskultur und Arbeitswelt ein, die allen Beteiligten Gewinn bringt. Projekte der ''Allianz für die Familie'' sind unter anderem die ''Lokalen Bündnisse für Familie'' und der Unternehmenswettbewerb ''Erfolgsfaktor Familie 2005''.
Weitere Informationen zum Wettbewerb finden Sie im Internet unter www.erfolgsfaktor-familie.de.
Keine Kommentare vorhanden