"Familienfreundlichkeit ist die Sache aller"
Im Ratssaal des Aachener Rathauses haben heute zahlreiche Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft und Politik das Aachener Bündnis für Familie gegründet. Unterstützt wird das Bündnis von der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Renate Schmidt, und der Bundesministerin für Gesundheit und Soziale Sicherung, Ulla Schmidt. "Familienfreundlichkeit wird zunehmend zu einem wichtigen Standortfaktor. Denn dort, wo Familien gern leben, steigen nicht nur die kommunalen Steuereinnahmen, sondern auch die Innovationsdynamik und die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft. Investitionen in Familien sind Investitionen in die Zukunft", betonte Bundesfamilienministerin Renate Schmidt.
11.05.2005 Pressemeldung Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und JugendIm 22-köpfigen Kuratorium sind alle gesellschaftlichen Gruppen vertreten. Dem Gründungskreis des Bündnisses gehören unter anderem Oberbürgermeister Dr. Jürgen Linden, der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Aachen, Hans-Peter Bruckhoff, der Rektor der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen, Prof. Dr. Burkhard Rauhut sowie Dieter Philipp, Präsident der Handwerkskammer Aachen, an. "Ganz besonders freue ich mich auch darüber, dass das Bündnis von der muslimischen Gemeinde in Aachen unterstützt wird", erklärte der Initiator des Aachener Bündnisses, Dr. Jürgen Linden.
Mit dem lokalen Bündnis für Familie setzen die Kuratoren eine lange Tradition familienfreundlicher Politik in Aachen fort. Denn auch wenn die Stadt bereits im Jahr 1997 vom Bundesfamilienministerium als kinder- und familienfreundliche Gemeinde ausgezeichnet wurde, sieht sich Aachen mittlerweile einer Reihe von neuen Herausforderungen gegenüber: Es werden zu wenig Kinder geboren, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf lässt zu wünschen übrig und es fehlen Betreuungsplätze für den Nachwuchs. "Angesichts dieser Entwicklung wollen wir die Situation von Familien in den Mittelpunkt des politischen Handelns rücken. Unsere Gemeinde soll ein Ort sein, an dem junge Familien sich wohl fühlen und gut leben können", umreißt Linden die Ziele des Bündnisses.
Mit der inhaltlichen Arbeit werden die Bündnispartner bereits am 3. Juni im Rahmen einer großen Auftaktveranstaltung beginnen. Hier sollen mögliche Handlungsfelder für das Bündnis identifiziert sowie Arbeitsgruppen gebildet werden. Ziel ist es, schnell erste Maßnahmen und Projekte zur Verbesserung der Lebenssituation der Familien in Aachen anzustoßen. Dabei erhoffen sich die Initiatoren eine rege Beteiligung interessierter Bürgerinnen und Bürger.
Lokale Bündnisse für Familie Die Initiative "Lokale Bündnisse für Familie" wurde im Januar 2004 von Bundesfamilienministerin Renate Schmidt ins Leben gerufen, um einen deutlichen Mentalitätswechsel für mehr Familienfreundlichkeit in Deutschland anzustoßen. Bereits jetzt haben sich 142 Bündnisse (Stand: 27.4.2005) der Initiative angeschlossen. In den dortigen Kreisen, Städten und Gemeinden leben rund 20 Millionen Menschen. Mit innovativen, praxisorientierten Projekten und in enger Zusammenarbeit mit lokalen Unternehmen, Verbänden und der Kommunalpolitik haben sie die Situation der Familien in ihren Städten, Landkreisen und Kommunen schon spürbar verbessert.
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