Flierl bedauert Rücktritt Thielemanns
Kultursenator Thomas Flierl und der Generalmusikdirektor der Deutschen Oper Berlin, Christian Thielemann, haben gestern keine Einigung über die Forderung Thielemanns, den Etat für das Orchester der Deutschen Oper um 1,6 Millionen Euro aufzustocken, erzielt. Christian Thielemann hat darauf erklärt, seinen bis 2007 gültigen Vertrag vorzeitig zu beenden.
18.05.2004 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur Berlin (bis 11/06)Flierl: "Ich bedauere diese Entscheidung. Christian Thielemann war und ist eine wichtige Identifikationsfigur für die Deutsche Oper und ihr Publikum. Seine Forderung ist insofern berechtigt, als dass sie auf Defizite bei der leistungsgerechten Bezahlung der Orchester innerhalb der Opernstiftung verweist. Deshalb sind wir Herrn Thielemann zur Hälfte entgegen gekommen. Diese Mittel können in der Deutschen Oper und vom Orchester der Deutschen Oper selbst erwirtschaftet werden. Das gilt auch unabhängig vom weiteren Engagement Christian Thielemanns. Zusätzliche Gelder kann es angesichts der Haushaltslage Berlins jedoch nicht geben. Christian Thielemann und ich haben uns darauf verständigt, dass er der Deutschen Oper auch über das Ende seines Engagements hinaus als Gastdirigent verbunden bleiben wird."
Wer Thielemann als Generalmusikdirektor nachfolgt, entscheidet die demnächst zu berufende neue Intendanz der Deutschen Oper.
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