Flierl verurteilt Brandanschlag auf Zwangsarbeiter-Gedenkstätte in Schöneweide

Berlins Kultursenator Dr. Thomas Flierl hat den in der gestrigen Nacht verübten Brandanschlag auf die kürzlich eingeweihte Gedenkstätte Zwangsarbeiterlager Schöneweide aufs Schärfste verurteilt.

26.10.2006 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur Berlin (bis 11/06)

Senator Flierl: " Der Brandanschlag auf die Gedenkstätte ist der skandalöse Höhepunkt offensichtlich gezielter Angriffe auf die Gedenkstätte durch neo-nazistische und rechtsradikale Gewalttäter. Bereits in der vergangenen Woche war die deutschlandweit einzigartige Gedenkstätte von Unbekannten durch Nazischmierereien geschändet worden. Das NS-Verbrechen der Zwangsarbeit ist spät ins öffentliche Bewusstsein gedrungen und wird jetzt zum Angriffspunkt für Neonazis. Das können und werden wir nicht dulden. Die Gründung der Gedenkstätte in Schöneweide geht auf eine zivilgesellschaftliche Initiative zurück, die der Berliner Senat aufgegriffen hat. Jetzt sind Zivilgesellschaft und die Politik aufgerufen, den neonazistischen Umtrieben deutlich entgegen zu treten. Ich hoffe sehr, dass es zu einer zügigen Ermittlung der Täter kommt. Gemeinsam müssen wir – auch mit der Bundesregierung - darüber nachdenken, wie Berlins NS-Gedenkstätten künftig wirkungsvoller vor solchen Angriffen geschützt werden können. Das gilt vor allem für Einrichtungen in weniger exponierter Lage, die ganz offensichtlich verstärkt und gezielt ins Visier rechtsradikaler Gewalttäter geraten."


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