Förderzentren auf den Prüfstand

Nach einer Fachtagung am vergangenen Wochenende hat die GEW Sachsen-Anhalt die neu entstehenden Förderzentren als vernünftige pädagogische Innovation gewürdigt.

01.06.2005 Sachsen-Anhalt Pressemeldung GEW Sachsen-Anhalt

Am Beispiel der Förderzentren Bitterfeld-Wolfen, Egelner Mulde und Wernigerode zeigt sich "ein beeindruckendes Engagement der Kolleginnen und Kollegen" an den sonderpädagogischen Einrichtungen, erklärte der Landeschef der Bildungsgewerkschaft, Thomas Lippmann. "Wir werden auch künftig die Entwicklung der Förderzentren unterstützen", sagte Lippmann.

Allerdings könne nach Auffassung der GEW die Landesregierung nicht nur zusätzliche Leistungen der Lehrerinnen und Lehrer und pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erwarten, sondern müsse nun auch in Fortbildung, Beratertätigkeit und Rahmenbedingungen investieren.

"Wir erwarten vom Kultusminister, dass er die zusätzlich notwendigen Ausstattungen und Rahmenbedingungen schafft", so Lippmann. Ohne Rechtssicherheit sei auch kreative Arbeit nicht dauerhaft zu leisten. Dazu gehöre außerdem, klare Zuständigkeiten im Landesverwaltungsamt zu schaffen. Sehr verwunderlich sei, dass es wohl keine wissenschaftliche Begleitung geben solle.

Anmerkung: Im Land sollen ca. 50 regionale Förderzentren entstehen, die sonderpädagogische Kompetenzen in Kooperation von Sonderschulen (zukünftig Förderschulen) und Schulen anderer Schulformen bündeln. Ziel ist eine individuellere Förderung von Schülerinnen und Schülern. Grundlage ist die Neunte Schulgesetznovelle von 2004.

Weitere Infos:

www.gew-lsa.de

Ansprechpartner

GEW Sachsen-Anhalt

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