Frauen reden anders. Männer auch.
"Der Inhaber dieses Passes ist Deutscher" - auch wenn sie eine Frau ist. Sprache dient nicht nur als Kommunikationsmittel, sie vermittelt auch maßgeblich die eigene Weltanschauung und schafft Realität. Die Diskussion über geschlechtergerechte Sprache und Sprachverwendung hat seit den emotional geführten Debatten in den 1970er- und 1980er-Jahren entscheidende Impulse bekommen. Längst beschränkt sie sich nicht mehr nur auf die Sprachwissenschaft, sondern wird in den unterschiedlichsten Bereichen von Gesellschaft und Politik geführt. Eine aktuelle Neuerscheinung zum Thema "Sprache und Geschlecht" kommt aus dem Dudenverlag: der Band "Adam, Eva und die Sprache" aus der Reihe "Thema Deutsch", die die Dudenredaktion zusammen mit der Gesellschaft für deutsche Sprache herausgibt.
12.11.2004 Pressemeldung DudenDas 380 Seiten starke Buch enthält 26 lesenswerte Autorenbeiträge zur geschlechtergerechten Sprache in Politik, Recht und Alltag und zeigt die Entwicklungstendenzen in puncto "Männersprache - Frauensprache" auf. Der Titel ist ab sofort für 25 Euro im Handel erhältlich.
Sprechen Frauen anders als Männer? Wie wird weibliches und männliches Kommunikationsverhalten wahrgenommen? Reden Männer und Frauen aneinander vorbei? Wie werden Frauen und Männer in der Literatur dargestellt? Kommen Frauen im öffentlichen Sprachgebrauch vor? Seit den 1970er-Jahren nimmt die Sensibilität für den gar nicht so "kleinen Unterschied" in der Sprache und Sprachverwendung beider Geschlechter zu und der Ruf nach einem nicht diskriminierenden Sprachgebrauch verstummt nicht.
Der vorliegende Dudenband "Adam, Eva und die Sprache" aus der Reihe "Thema Deutsch" wirft ein Schlaglicht auf diese Diskussion. In vier Themenkomplexen werden gesprächs- und kommunikationsanalytische Aspekte (u. a. Sprachgebrauch von Frauen und Männern, Körpersprache im Geschlechterfokus), lexikalische und grammatische Gesichtspunkte (u. a. Einfluss der Sprachstruktur auf einen geschlechtergerechten Sprachgebrauch) sowie das soziale Geschlecht in literarischen und anderen Texten (z. B. in Romanen oder Lehrbüchern) behandelt und Vorschläge zur sprachlichen Gleichbehandlung von Frauen und Männern gemacht.
Die einzelnen Aufsätze stammen von renommierten Autorinnen und Autoren, darunter beispielsweise auch Rita Süssmuth und Renate Schmidt. Die Beiträge decken mit Themen wie "Geschlechterkommunikation in Arbeitsbesprechungen", "Die >verkaufte< Frau - Sexismus in der Werbesprache", "Sprache und Sexualität", "Weibliche Kommunikationsfähigkeit - Chance oder Risiko für Frauen an der Spitze?" oder "Geschlechtergerechte Sprache in Politik und Recht" ein breites inhaltliches Spektrum ab.
Der Band "Adam, Eva und die Sprache" richtet sich daher nicht nur an Lehrende an (Hoch)schulen, Studierende, Schülerinnen und Schüler, Journalistinnen und Journalisten, sondern an alle, die sich für das Thema "Sprache und Geschlecht" interessieren.
Aus der Reihe "Thema Deutsch" sind bereits erschienen:
"Band 1: Die deutsche Sprache zur Jahrtausendwende",
"Band 2: Name und Gesellschaft - Soziale und historische Aspekte der Namengebung und Namenentwicklung",
"Band 3: Deutsch - Englisch - Europäisch - Impulse für eine neue Sprachpolitik" sowie
"Band 4: Von >aufmüpfig< bis >Teuro< - Die >Wörter der Jahre< 1971-2002".
Mehr Informationen zum kompletten Dudenprogramm finden sich auf der Homepage des Verlags www.duden.de.
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