Frauenministerin Doris Ahnen ruft zu breiter Unterstützung von Plakataktion der "Konferenz der Frauenhäuser" zum Thema Gewalt gegen Frauen auf

Zu einer breiten und tatkräftigen Unterstützung der Öffentlichkeitskampagne der "Konferenz der Frauenhäuser in Rheinland-Pfalz" hat Frauenministerin Doris Ahnen alle Verwaltungen in Städten, Landkreisen, Verbands- und Ortsgemeinden sowie die Polizeidienststellen, Universitäten, Fachhochschulen und Volkshochschulen in Rheinland-Pfalz aufgerufen.

12.08.2005 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

"Ich unterstütze die Aktion sehr, weil es nicht sein darf, dass Gewalt gegen Frauen als Privatsache abgetan wird. Wir müssen uns öffentlich darum kümmern. Und wir müssen deutlich machen, dass wir den Opfern helfen", sagte Doris Ahnen. Mit dem Plakat "Wege aus der Gewalt" mache die vor zehn Jahren gegründete "Konferenz der Frauenhäuser in Rheinland-Pfalz" nicht nur deutlich, dass es auch künftig nötig sei, mit konzentrierten Kräften für den Abbau der Gewalt gegen Frauen einzutreten. Gleichzeitig werde auf dem Plakat auch über die Hilfsangebote aller Frauenhäuser im Land informiert.

Über 6.000 Frauen im Land würden jährlich Opfer von Gewalt in engen sozialen Beziehungen und die Dunkelziffer sei nach wie vor hoch, stellte die Ministerin fest. Mehr als 1.000 Betroffene im Jahr fänden in einem der 17 rheinland-pfälzischen Frauenhäuser nicht nur Zuflucht, sondern auch Beratung und Unterstützung auf ihrem Weg in ein selbstbestimmtes Leben ohne Gewalt. Das Land unterstütze die Frauenhausarbeit mit 1,3 Millionen Euro pro Jahr. "Gewalt gegen Frauen ist eines der wichtigsten Themen, das wir als Frauenministerium im Blick haben müssen", betonte Doris Ahnen.

Die Plakataktion ist ein Teil des Aktionsjahrs der "Konferenz der Frauenhäuser in Rheinland-Pfalz", das im April mit einer zentralen Auftaktveranstaltung in Mainz begann und am 25. November mit einer großen Abschlussveranstaltung endet. Das Aktionsjahr steht unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Kurt Beck. Der "Konferenz der Frauenhäuser in Rheinland-Pfalz" gehören die Frauenhäuser in Ahrweiler, Bad Dürkheim, Bad Kreuznach, Frankenthal, Idar-Oberstein , Kaiserslautern, Kirchheimbolanden, Koblenz, Landau, Ludwigshafen, Mainz, Neustadt/Weinstraße, Pirmasens, Speyer, Trier, Westerburg und Worms an.


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