Freistaat Sachsen geht mit Uni Leipzig und Uniklinikum Leipzig neue Wege
Heute ist zwischen der Staatsregierung, dem Universitätsklinikum Leipzig sowie der Universität Leipzig für ihre Medizinische Fakultät ein Vertrag geschlossen worden, der der Leipziger Hochschulmedizin Planungssicherheit für die nächsten Jahre gibt. Unterzeichner waren der Staatsminister der Finanzen, Dr. Horst Metz, der Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Dr. Matthias Rößler, der Rektor der Universität Leipzig, Professor Franz Häuser, und die Vorstände des Universitätsklinikums Leipzig, Professor Norbert Krüger und Dr. Elmar Keller.
13.09.2004 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und TourismusDer "dreiseitige Vertrag für die Leipziger Hochschulmedizin" sichert den Einrichtungen bis zum Jahr 2014 Mittel in Höhe von 214 Millionen Euro für den Bau von zwei neuen Klinikkomplexen zu. Ein Teil dieser Mittel stammt aus der Gemeinschaftsaufgabe Hochschulbau und wird vom Bund getragen. Der Freistaat Sachsen bindet so auf Dauer beträchtliche Mittel. Er ermöglicht aber der Leipziger Hochschulmedizin, sich auf den im Gesundheitswesen vollziehenden Wandel vorzubereiten und sowohl Patienten als auch Forschung und Lehre gute Bedingungen zu bieten. Die Vereinbarung ist damit zukunftsweisend für alle Vertragspartner.
Mit dem Vertrag sind die Weichen für die noch in diesem Jahr beginnenden Bauarbeiten für die neuen Klinikkomplexe gestellt. Mit dem Zentrum für Konservative Medizin sowie dem Zentrum für Frauen- und Kindermedizin werden ab Mitte 2008 die wichtigsten klinischen Fächer am Klinikumsstandort Liebigstraße konzentriert und das bereits im September 2003 eröffnete Operative Zentrum ergänzt. Der Bau wird entscheidende technische und wirtschaftliche Verbesserungen nach sich ziehen.
"Durch die Vereinbarung gibt der Freistaat Sachsen finanzielle Sicherheit in einem finanzwirtschaftlich sehr instabilen Umfeld. Dafür erwarten wir von allen Beteiligten, dass sie die sich aus der Vereinbarung ergebenden Chancen zum Wohle der Patienten sowie im Sinne des Klinikums nutzen.", sagte Finanzminister Dr. Horst Metz.
"Mit der für Mitte 2008 vorgesehenen Fertigstellung verfügt das Universitätsklinikum dann über eines der modernsten Krankenhäuser Europas. Klinik und Medizinische Fakultät werden dann noch bessere Arbeitsbedingungen vorfinden. Vor allem aber wird das Angebot für Patienten entscheidend verbessert und ein wirtschaftlicherer Betrieb möglich.", so der Minister für Wissenschaft und Kunst, Dr. Matthias Rößler.
Rektor Prof. Dr. Franz Häuser unterstreicht: "Der Vertrag soll insbesondere den Fort-bestand und die Weiterentwicklung der Leipziger Hochschulmedizin nachhaltig sichern."
Im Gegenzug zu der Planungssicherheit widmet die Landesregierung den bisher gewährten Zuschuss zum laufenden Betrieb des Universitätsklinikums in Investitionsmittel um, ohne Abstriche bei den Leistungen für Forschung und Lehre zu machen. Die wegfallenden Mittel werden vielmehr durch Effektivitätsgewinne - die erst teilweise erst durch die Neubauten möglich werden - ausgeglichen. Leipzig ist damit das erste Universitätsklinikum in Deutschland, das seine Abläufe so optimieren wird, dass es ohne einen Betriebskostenzuschuss auskommen kann.
Schließlich unterstützt der Freistaat Sachsen mit der Vereinbarung auch die ökonomisch relevanten Innovationsvorhaben der Medizinischen Fakultät mit insgesamt 25 Millionen Euro verteilt auf die nächsten fünf Jahre. Damit wird die Basis für Fortentwicklung in Forschung und Lehre gelegt.
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