Hamburg

Fünf Stadtteilschulen stellen sich vor

"Stadtteilschule – wir sind dabei!" Mit diesen Worten läuteten die Schulleiter der künftigen Stadtteilschulen der Regionen Harburg und Süderelbe ihre Gründungsfeier am Sonnabendvormittag auf dem Harburger Rathausmarkt ein. Neben einem bunten Bühnenprogramm präsentierten sie an Infoständen die Vorteile ihrer neuen Schulform und klärten mit Eltern, Großeltern und allen Interessierten offene Fragen.

26.06.2010 Pressemeldung Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung (BSFB)

Bildungssenatorin Christa Goetsch begrüßte die Harburgerinnen und Harburger: "Die fünf künftigen Stadtteilschulen arbeiten vorbildlich zusammen für die gesamte Region. Sie stimmen sich in der Profilentwicklung ab und bilden sich gemeinsam fort. Damit ist in der Region Harburg/ Süderelbe ein breit gefächertes Angebot entstanden, in dem jedes Kind eine Schule finden kann, die seine Begabungen und Interessen fördert. Für dieses hohe Engagement bedanke ich mich bei den Eltern, Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern ganz herzlich."

Sieben Schulen der Region Harburg und Süderelbe werden ab August 2010 zu fünf Stadtteilschulen. Sie erschließen sich jeweils aus den bisherigen Gesamtschulen Harburg, Fischbek und Süderelbe sowie aus der bisherigen Haupt- und Realschule Ehestorfer Weg. Die Fünfte ist ein Zusammenschluss der Haupt- und Realschulen Hanhoopsfeld und Sinstorf mit dem Lessing-Gymnasium Harburg zur Stadtteilschule Hahnhoopsfeld/Sinstorf. Die Stadtteilschulen bieten ein umfangreiches Fremdsprachenangebot (Spanisch, Französisch, Englisch, Latein, Russisch) an. Zusätzlich zum normalen Unterricht gibt es Kursangebote von Naturwissenschaften und Technik bis hin zu Theater, Musik, Kunst und Literatur. Um den Weg in den Beruf oder zum Studium gezielt vorzubereiten, haben alle fünf Stadtteilschulen einen Kooperationsvertrag mit sechs Berufsschulen abgeschlossen. Gemeinsam werden Konzepte entwickelt, die eine effiziente Berufs- und Studienorientierung ermöglichen. Um die Schüler für die Ingenieurswissenschaften zu interessieren, gibt es schon für die Jüngsten Angebote zum Forschen und Experimentieren in Zusammenarbeit mit der TU-Harburg.

Vielfalt lernt gut – die Stadtteilschule

Stadtteilschulen bieten die Möglichkeit, zu allen Schulabschlüssen bis hin zum Abitur zu gelangen. Sie bereiten auf die Aufnahme eines Studiums genauso vor, wie auf den Übergang in eine Berufsausbildung. Dabei zeichnen sich die künftigen 51 Stadtteilschulen insbesondere durch ihre Vielfalt aus. Hier lernen Schülerinnen und Schüler mit und ohne Gymnasialempfehlung bzw. -berechtigung, mit besonderen oder hohen Begabungen und Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf gemeinsam. Damit jede Schülerin und jeder Schüler gefördert und gefordert wird, setzt diese Schulform stark auf individualisiertes und praxisnahes Lernen. Dazu bedarf es einiger Rahmenbedingungen: Die Klassengröße liegt in den Stufen 7 bis 10 bei 25 Schülerinnen und Schülern mit 31,25 Wochenstunden und in den Klassen 11 bis 13 bei nur 22 Jugendlichen mit 34 Wochenstunden. Die Lehrkräfte setzen sich zusammen aus Pädagogen aller weiterführenden Schulen einschließlich der beruflichen, Sozialpädagogen, ggf. Erziehern sowie weiteren pädagogischen und fachlichen Professionen. Sie bieten umfangreiche Beratung und Unterstützung dabei, den individuellen Bildungsweg zu planen, um am Ende der 10. Klasse über den Übergang in eine duale Ausbildung oder die gymnasiale Oberstufe der Stadtteilschule zu entscheiden. Dazu gehören:

  • Regelmäßige Lernentwicklungsgespräche mit Schülerinnen und Schülern. Dadurch gewinnen sie nach und nach Klarheit über ihr individuelles Potential, entwickeln realistische Ziele und legen in Lernvereinbarungen die nächsten Schritte mit der Schule und den Eltern fest.
  • Kooperationen mit beruflichen Schulen spätestens ab der 8. Klasse. Dadurch begleiten sie die Schülerinnen und Schüler bei ihrem Übergang in den Beruf oder ein Studium. Die Stadtteilschulen benennen einen Ansprechpartner für jede Schülerin und jeden Schüler, der sich gezielt dieser Aufgabe widmet.
  • Schülerinnen und Schüler mit Leistungsproblemen werden zusätzlich gefördert. Dadurch werden Klassenwiederholungen weitgehend vermieden und die Schülerinnen und Schüler erhalten eine auf ihre individuellen Probleme zugeschnittene Förderung.

Weitere Informationen rund um die Stadtteilschulen finden Sie auch auf dem Flyer anbei oder unter www.schulreform.hamburg.de/die-stadtteilschule


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