Fußball und Politik
Diesem Thema widmet sich eine neue Broschüre, die ab sofort in der Landeszentrale für politische Bildungsarbeit Berlin erhältlich ist. Das 80 Seiten starke DIN A4-Heft mit Beiträgen namhafter Journalisten, Sport- und Sozialwissenschaftler/innen wendet sich an alle, die sich über das bevorstehende Großereignis der FIFA-Fußball-WM hinaus für die Zusammenhänge zwischen Fußballsport und Politik interessieren.
07.04.2006 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und ForschungDie Geschichte der FIFA-Fußballweltmeisterschaft ist Gegenstand des ersten Beitrages. Er spannt den historischen Bogen von der Ausbreitung des "englischen Spiels" in Europa über seine Emanzipation von einer olympischen Sportart zu einer eigenständigen Fußball-Weltmeisterschaft (erstmals 1930 in Uruguay). Die wichtigsten Stationen - von der brasilianischen Tragödie im Maracana-Stadion 1950 über das "Wunder von Bern" 1954 oder Maradonnas berühmtes Handspiel 1986 bis heute - kommen dabei nicht zu kurz. Wieweit in diesem weltumspannenden Ereignis stets eine gehörige Portion Politik steckt, zeigen Aspekte wie das Verhältnis von Fußball und Faschismus, die Instrumentalisierung der WM als politisches Propagandainstrument, das Ringen der Sportdiplomatie um Austragungsorte oder um die Regeln für die Qualifikation zur FIFA-WM.
Ein weiterer Beitrag geht auf den Fußball als globales Phänomen ein. Diese Sportart, die von England aus ihren Siegeszug um die Welt antrat, ist zum Element einer weltweiten Massenkultur geworden.
Andere Beiträge beschäftigen sich z. B. mit dem heiklen Zusammenhang von Fußball und nationaler Identität oder der Kommerzialisierung des Fußballs.
Die Beiträge Das Fußballstadion als Pilgerstätte sowie Tatort Stadion - Wandlungen der Zuschauergewalt nehmen das Verhältnis der Fans zu diesem Sport unter die Lupe.
Dem aktuellen Thema Spiel- und Wettmanipulationen und der Anti-Korruptionskampf im Fußball geht ein weiterer Beitrag nach. In einem historischen Blick zurück in die Geschichte des deutschen Fußballs wird der Gründer der legendären Zeitschrift "Kicker", Walther Bensemann, gewürdigt. Zwei weitere Beiträge stellen anlässlich der FIFA-WM Projekte vor, mit denen Jugendliche im Vorfeld der WM Toleranz gegenüber Menschen anderer Herkunft, Religion und Hautfarbe lernen sollen.
Das Heft kann gegen Entrichtung einer Bereitstellungspauschale in Höhe von 2,- Euro ab sofort abgeholt werden in der Landeszentrale für politische Bildungsarbeit Berlin
An der Urania 4-10, 10787 Berlin-Schöneberg
(Nähe Wittenbergplatz), Tel.: 90 16 25 52
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Informationen auch unter www.landeszentrale-politische-bildung-berlin.de.
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