Gemeinsam gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus

Rund 180 Jugendliche und Fachleute aus 40 europäischen Ländern nehmen an der Konferenz "Jugend in Aktion für Vielfalt und Toleranz" teil, die vom 6. bis 9. November in Berlin stattfindet. Die von der Europäischen Kommission und der deutschen Bundesregierung veranstaltete Tagung untersucht die Entwicklungen im Bereich Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Sie nimmt dabei Bezug auf die erste internationale Konferenz "Jugend für Toleranz und Demokratie", die 2001 ebenfalls in Berlin stattfand. Dabei wollen die Jugendlichen erstmals nicht nur Forderungen an die politischen Entscheidungsträger richten, sondern ihre eigenen Beiträge zur Verbesserung der Situation in Form eines verbindlichen Aktionsplans vorstellen. Eröffnet wurde die Tagung durch den Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Peter Ruhenstroth-Bauer, im Beisein des Direktors für Jugend und Kultur der Europäischen Kommission, Pierre Mairesse.

07.11.2005 Pressemeldung Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

"In vielen europäischen Ländern wachsen Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus, auch, weil das Unbekannte und Fremde bei Menschen oft Unsicherheit und Ablehnung hervorruft", erklärte Staatssekretär Ruhenstroth-Bauer bei der Eröffnung der Konferenz. "Diese gefährliche Entwicklung müssen wir stoppen. Wenn der Rechtsextremismus die Grenze zur Kriminalität überschreitet, müssen Polizei und Justiz einschreiten. Aber wir dürfen uns nicht darauf beschränken, nur gegen die Auswirkungen anzugehen. Wichtiger ist es, die Ursachen zu bekämpfen, indem wir auf breiter Front Weltoffenheit und Demokratieverständnis fördern. Die Konferenz 'Jugend in Aktion für Vielfalt und Toleranz' trägt dazu bei."

Die Bundesregierung unterstützt mit dem Aktionsprogramm "Jugend für Toleranz und Demokratie - gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus" den Kampf gegen Vorurteile und Ausländerhass. Seit 2001 wurden über 4.000 Präventionsprojekte aus Mitteln des Bundes gefördert.

Bis Mittwoch, 9. November, dem Tag des Gedenkens an die Reichspogromnacht, wollen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Konferenz eine Deklaration ausarbeiten, die auf der Abschlussveranstaltung an die Bundesregierung, die Europäische Kommission, die britischen EU-Ratspräsidentschaft, das EU-Parlament und den Europarat übergeben werden soll.

Nähere Informationen zur Konferenz finden sich im Internet unter www.youth-against-racism.net.


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