Gemeinsame Pressemitteilung: Architektur und Baukultur im Mittelpunkt von Kulturland Brandenburg 2006
Der Verein Kulturland Brandenburg e.V. präsentierte am Freitag sein diesjähriges Programm zum Thema "Baukultur".
10.03.2006 Brandenburg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes BrandenburgDie beiden Schirmherren, Kulturministerin Prof. Dr. Johanna Wanka und Infrastrukturminister Frank Szymanski, luden bei der Auftaktpressekonferenz in Anwesenheit von Friedrich Wilhelm von Rauch, Geschäftsführer der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, Brandenburger und Gäste des Landes zu den Veranstaltungen ein.
Kulturministerin Johanna Wanka: "Aus Anlass des 225. Geburtstages Karl Friedrich Schinkels stehen 2006 Architektur und Baukultur im Mittelpunkt des Themenjahres von Kulturland Brandenburg. Der Bogen wird dabei vom reichen Bestand an Baudenkmalen und historischen städtebaulichen Anlagen in Brandenburg über die Architektur der DDR bis zur Gegenwartsarchitektur geschlagen. Kulturland Brandenburg wird aber auch Probleme und Perspektiven thematisieren, die sich aus den ökonomischen, demografischen und gesellschaftlichen Wandlungsprozessen in den Städten, Gemeinden und in der Landschaft ergeben."
Infrastrukturminister Frank Szymanski: "Der tiefgreifende Strukturwandel begründet die Politik des Landes, die brandenburgischen Stärken zu stärken. Dabei spielt der "Wirtschaftsfaktor Baukultur" eine wesentliche Rolle. Das Kulturlandjahr Baukultur soll unter einem regionalen Blickwinkel die Augen öffnen für das "Neue Brandenburg". Die regionale Vielfalt der baukulturellen Wahrzeichen und neue Strategien beim Umbau der Städte und Landschaften sollen gezeigt werden. Bemerkenswerte Projekte, Bauherren und Initiativen kommen zu Wort. "
Zahlreiche Ausstellungen, Führungen und Veranstaltungen im ganzen Land laden dazu ein, Brandenburg aus neuen Blickwinkeln als Architekturland zu entdecken und zu erleben. "SCHINKEL – Künstler. Preuße. Brandenburger." heißt die zentrale Ausstellung, die vom 19. Mai bis zum 9. Oktober im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam zu sehen sein wird. Unter dem Motto "Bürger_bauten in den historischen Stadtkernen" lädt die Arbeitsgemeinschaft "Städte mit historischen Stadtkernen" in Altlandsberg, Beelitz, Belzig, Brandenburg an der Havel, Dahme/Mark, Perleberg, Potsdam, Werder (Havel) und Wittstock/Dosse zur Entdeckung von Bürgerbauten ein.
"Die Neue Stadt" heißt ein Verbundprojekt sechs Brandenburgischer Museen, das sich mit Stadtneubau und Stadtumbau in Geschichte und Gegenwart auseinandersetzt. Zur Diskussion gestellt werden Beispiele historischer Stadtplanung bzw. Stadtentwicklung, die Neues schufen: Neubau nach Stadtbrand und Krieg, Modellprojekte für eine Neue Stadt des 20. Jahrhunderts, mentale Veränderungen durch Stadtrückbau und die Grenzen urbaner Planbarkeit. Anfangs- und Endpunkte sind zwei Brandenburger Planstädte: Neuruppin, seit dem Ende des Wiederaufbaus 1806 das Brandenburgische Modell einer preußischen Planstadt, und Eisenhüttenstadt als sozialistische Idealstadt der DDR.
Mit einem neuen Architekturführer Neues Brandenburg 1996 – 2006 in der Tasche kann man sich ab Mai 2006 zur Auftaktveranstaltung in Eisenhüttenstadt auf eine Entdeckungsreise zu 150 ausgewählten Projekten der Architektur, Landschaftsarchitektur und des Brückenbaus aus den letzten 10 Jahren begeben. Der Architekturführer ist ein Projekt der Brandenburgischen Architektenkammer und wird in einer bekannten Architekturführerreihe bundesweit vertrieben.
Kulturland Brandenburg wird in diesem Jahr mit rund 785.000 Euro vom Kulturministerium und mit 268.000 Euro vom Infrastrukturministerium gefördert. Darüber hinaus wird Kulturland Brandenburg von den brandenburgischen Sparkassen gemeinsam mit der Ostdeutschen Sparkassenstiftung im Land Brandenburg unterstützt. Kulturland Brandenburg 2005 zum Thema "1000 Jahre Christentum in Brandenburg" hatte mit 450.000 Gästen einen herausragenden Besuchererfolg vorzuweisen.
Weitere Informationen unter www.kulturland-brandenburg.de
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