Gesundheit in Bayerns Schulen bewusst fördern

Das Projekt "anschub.de" zur Förderung der Gesundheit an Bayerns Schulen wird nun um zwei weitere Modellregionen, nämlich München und Nordostoberfranken (Hof), erweitert. Dazu gaben heute der Bayerische Staatsminister für Unterricht und Kultus, Siegfried Schneider, und der Bayerische Staatsminister für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, Werner Schnappauf, Vorstandsmitglied Dr. Birgit Mohn von der Bertelsmann-Stiftung gemeinsam mit Münchens Bürgermeisterin Christine Strobel sowie Vorstände von Krankenkassen grünes Licht.

11.10.2006 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Mit dem Projekt zur Gesundheitsförderung "anschub.de" wollen die beteiligten Einrichtungen die Lern- und Lebensqualität von Schülern, Lehrern und Eltern verbessern. Das Projekt hat sich seit in einem ersten Testlauf in Bad Kissingen sehr gut bewährt.

Das Projekt zur Förderung der Gesundheit findet in Kooperation mit der Landeshauptstadt München, der Bertelsmann Stiftung sowie den Krankenkassen AOK, Barmer, BaGUVV und UK-München statt.

"Schulgemeinschaften und Schulfamilien zu verwirklichen, in denen Gesundheit und Bewegung einen hohen Stellenwert genießen, ist ein sehr hochgestecktes Ziel", unterstrich Kultusminister Siegfried Schneider. Die konkreten Maßnahmen, die Schulen in der Modellregion Bad Kissingen erprobt haben, wie das 10.000-Schritte-Programm, die "Bewegte Pause" oder der "Schulgesundheitstag" machen Mut, diesen Weg fortzusetzen.

"Gesunde Lebensweise frühzeitig im Bewusstsein unserer Kinder zu verankern, ist unser erklärtes gemeinsames Ziel. Sie müssen von Anfang an lernen, wie wichtig beispielsweise gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung sind", so Gesundheitsminister Schnappauf. "Bayern leistet mit seiner Gesundheitsinitiative Gesund.Leben.Bayern, aus der das Projekt "anschub.de" mit 42.000 Euro jährlich gefördert wird, hierzu einen entscheidenden Beitrag."

Für die Stadt München bewertete Bürgermeisterin Christine Strobl das Projekt als eine Möglichkeit, "um unsere Anstrengungen zur Entwicklung der Schulen als lernende Organisationen voranzubringen". Das Münchner Pädagogische Institut werde den Prozess begleiten.

"Die bisherige kooperative und vertrauensvolle Zusammenarbeit am Standort Bad Kissingen und die dort erzielten Ergebnisse ermutigen uns für die Arbeit in den neuen Modellregionen München und Oberfranken, die die Bertelsmann Stiftung auch in den kommenden Jahren unterstützen wird", betonte Dr. Brigitte Mohn, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung. Sie ergänzte: "Ich kann feststellen, dass sich die "Gute gesunde Schule" in Bayern auf einem guten Weg befindet und einen Vorbildcharakter für andere Bundesländer hat." Nach Aussage von Walter Schwarz, Vorstand der AOK Bayern, baut die AOK mit ihrer Unterstützung für das Projekt "anschub.de", "das Engagement für die Gesundheit von Schülern und Lehrern aus". Angesichts des zunehmenden Übergewichts bei Schülern sei Handeln mehr denn je gefragt.

Kindergärten und Schulen kommt nach Einschätzung von Klaus H. Richter, dem Stellv. Vorstandsvorsitzenden der Barmer eine besondere Bedeutung in der Gesundheitserziehung und -vorsorge zu. Deshalb engagiere sich seine Krankenkasse europaweit für Modellprojekte wie "anschub.de".

Die Unfallkasse München beteiligt sich an dem Projekt "anschub.de" gern, so Rudolf Lee vom Vorstand des gesetzlichen Unfallversicherungsträgers, damit mit Hilfe eines umfassenden gesellschaftlichen Engagements für Schüler und Lehrkräfte die gesundheitlichen Rahmenbedingungen für diese nachhaltig verbessert werden. Der Bayerische Gemeindeunfallversicherungsverband und die Bayerische Landesunfallkasse sehen, so Dr. Hans-Christian Titze vom Bayerischen Gemeindeunfallversicherungsverband, eine Beteiligung an "anschub.de" als Beitrag, ihrem Präventionsauftrag zu entsprechen und den Lern- und Arbeitsplatz Schule für die Sicherheit und Gesundheit förderlich zu gestalten.


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