GEW Hessen erwartet wissenschaftliche Weitsicht beim Bündeln "kleinerer Fächer" an den Universitäten
"Die GEW Hessen erwartet wissenschaftlichen Weitblick von der Landesregierung bei der künftigen Bildung von Zentren für kleinere geisteswissenschaftliche Fächer, bei der vor allem der Erhalt dieser Fächer im Vordergrund stehen muss", erklärte der Sprecher der Fachgruppe Hochschule und Forschung, Ulrich Heinz.
09.12.2005 Hessen Pressemeldung GEW HessenFür manche Fächer, so Heinz weiter, könnte das Land die Nachfrage sogar mittelfristig fördern, etwa bei bedeutsameren Fremdsprachen und der zugehörigen gegenwartsnahen Landeskunde, wie beispielsweise im Fall Slawistik und Osteuropawissenschaften an der Universität Marburg.
Die GEW Hessen fordert von der Landesregierung die zügige Klärung der Frage, wie in wenigen Jahren bei Ende der überdurchschnittlichen Förderung durch das Land vermieden wird, dass aufnehmende Universitäten die Fächer ähnlich kleinrahmig in Frage stellen wie bis zum Frühjahr. Auch die Zukunft bisher übergangenen Fächer sollte dabei geklärt werden.
"Es liegt auf der Hand, dass Deutschland langfristig viele Kenner der slawischen Welt braucht – vor allem nach den bereits vorhandenen und den zu erwartenden engen Beziehungen zwischen Osteuropa und der EU. Hessen könnte hier eine besondere Werbereihe entwickeln für das Studium der Sprachen und der Landeskunde. Hessen könnte dies der Kultusministerkonferenz und dem Bundesministerium für Forschung als Modellprojekt präsentieren", schlug Heinz abschließend vor.
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