GEW: "Länder zurück an den Verhandlungstisch!"

Über 5.000 Beschäftigte aus den Bundesländern Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen haben heute für den Erhalt der Tarifbindung im öffentlichen Dienst in Bund, Ländern und Kommunen gestreikt. "Die Länder müssen endlich an den Verhandlungstisch zurück kommen", sagte Ulrich Thöne, Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), auf der Protestkundgebung in Hannover. Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, die Gewerkschaft der Polizei (GdP) und die GEW hatten gemeinsam zu den Protestmaßnahmen aufgerufen.

12.09.2005 Pressemeldung Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft

"Die Beschäftigten sind die Verlierer, wenn sie ihre Arbeitsbedingungen individuell mit dem Arbeitgeber aushandeln müssen. Streichung von Weihnachts- und Urlaubsgeld plus Arbeitszeiterhöhung lautet dann das einseitige Diktat der Arbeitgeber. Niedersachsen beispielsweise hat schon deutlich gemacht, wohin die Reise geht", unterstrich Thöne. "Wenn die Qualität von Bildung, die Arbeitsleistung an Schulen und Hochschulen verbessert werden soll, brauchen wir verlässliche tarifliche Vereinbarungen. Ich fordere die Länder auf, ihre Verweigerungshaltung aufzugeben", sagte der GEW-Vorsitzende.

Info: Die Mehrzahl der angestellten GEW-Mitglieder ist als Lehrkraft an Schulen oder als Wissenschaftler an Hochschulen und Forschungseinrichtungen bei den Ländern beschäftigt. Über 600 GEW-Mitglieder aus den Ländern Brandenburg, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben sich an Demonstration und Kundgebung beteiligt.


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