Härtel: Bauverein Historische Stadt Oberwesel macht sich um den Erhalt des Welterbes Oberes Mittelrheintal in besonderer Weise verdient

Mehr als ein Jahrzehnt hat der Bauverein Historische Stadt Oberwesel in fachlicher Absprache mit dem Landesamt für Denkmalpflege dafür gesorgt, dass die Ringmauer mit ihren 16 Türmen erhalten und in das touristische Angebot der Stadt Oberwesel integriert wurde.

10.09.2004 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur, Rheinland-Pfalz (bis 11/06)

"Dank dieses bürgerschaftlichen Engagements steht Oberwesel heute geradezu idealtypisch für die Qualitäten dieser Welterbe-Landschaft", sagte Roland Härtel, Kultur-Staatssekretär und Regierungsbeauftragter für das Welterbe Oberes Mittelrheintal, bei der heutigen Richtfeier anlässlich der Restaurierung jener Ringmauer und der Ruine des Minoritenklosters.

Härtel verwies darauf, dass das Land Rheinland-Pfalz die Aktivitäten des Bauvereins mit erheblichen Mitteln des Wirtschaftsministeriums aus dem Programm "Tourismus und Denkmalpflege", der EU ("Leader+-Programm") und des Landesamts für Denkmalpflege gefördert habe. Der Bund habe dieses wichtige Projekt ebenfalls unterstützt.

"Auch andere Denkmäler in Oberwesel profitieren davon, dass das Land nicht erst seit 2002 einen denkmalpflegerischen Schwerpunkt auf den Mittelrhein legt", betonte der Kultur-Staatssekretär. Die Voraussetzung dafür sei das außerordentliche Engagement der Bürgerinnen und Bürger gewesen. "Der Bauverein und seine Mitglieder haben entscheidend dazu beigetragen, das Welterbe in Oberwesel zu erhalten und es den Besucherinnen und Besuchern in seiner geschichtlichen und kunsthistorischen Bedeutung nahe zu bringen", lobte Härtel.

Er verwies darauf, dass zwei Epochen das Bild des Welterbes Oberes Mittelrheintal besonders nachhaltig geprägt hätten: das späte Mittelalter und das 19. Jahrhundert. "An wohl kaum einem anderen Ort kann man die Leistungen dieser beiden Epochen, ihren spezifischen Beitrag zur Welterbe-Landschaft so gut nachvollziehen wie in Oberwesel, das nicht zufällig Schauplatz der offiziellen Welterbefeier im vergangenen Jahr war", sagte der Regierungsbeauftragte.

Aber auch unsere Gegenwart - das späte 20. und das beginnende 21. Jahrhundert - gehöre dazu, wenn das überkommene Erbe an künftige Generationen weitergereicht werde. "So ist es hier in Oberwesel geschehen", sagte Härtel.

Er sei stolz darauf, dass es in Rheinland-Pfalz 400 bis 500 Vereine gebe, die sich der Pflege eines Denkmals oder einer Reihe von Kulturdenkmälern widmeten. "Der Bauverein Historische Stadt Oberwesel gehört zweifellos zu den Vereinen, die hier eine Vorreiterrolle in den vergangenen Jahrzehnten gespielt haben und auch heute noch spielen", betonte der Staatssekretär.


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