Hessens Kultusministerin Karin Wolff widerspricht KMK-Präsidentin als Koordinatorin der B-Länder

Hessens Kultusministerin Karin Wolff hat als Koordinatorin der B-Länder in der Kultusministerkonferenz (KMK) heute in der Presse veröffentlichten Äußerungen der amtierenden KMK-Präsidentin Ute Erdsiek-Rave (Ministerin für Frauen und Bildung in Schleswig-Holstein) beim Bildungspolitischen Symposium des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) vehement widersprochen: Die SPD-Politikerin zettele eine "rückwärtsgewandte Schulstrukturdiskussion an, die in der KMK keiner führen will." Äußerungen, wonach das dreigliedrige Schulsystem der modernen und vielschichtigen Gesellschaft nicht mehr entspreche, konterte Karin Wolff unter Hinweis auf die Deutsch-Englisch-Vergleichsstudie DESI, wo Gesamtschulen kaum besser als Hauptschulen abgeschnitten haben.

13.05.2006 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen

Angesichts der Tatsache, dass Gesamtschulen zwischen Haupt- und Realschulen rangieren, sei ein neues Nachdenken über die Schulstrukturen für die CDU-regierten Bundesländer "vollkommen reizlos". Karin Wolff appellierte, sich auf dringende Fragen wie das Reduzieren von Schulabgängern ohne Abschluss, Deutsch-Förderung zur besseren Integration, Lehrerbildung sowie ein stärkeres Fördern leistungsschwächerer Schüler zu konzentrieren.


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