Historische Vorurteile hervorgeholt

Bayern äußert sich kritisch zu den Empfehlungen des UN-Sonderberichterstatters Vernor Muños zur Situation der Menschenrechte an den Schulen in Deutschland. In dessen Votum spiegeln sich Vorurteile wider, die angesichts der Ergebnisse der PISA-Studien 2000 und 2003 längst überholt sind und bestenfalls historische Ideologien widerspiegeln.

21.02.2006 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Der Föderalismus sichert die Qualität der Bildung in Bayern. Die PISA-Studie hatte erwiesen, dass Bayerns Schüler im Alter von 15 Jahren bereits einen Kompetenzvorsprung von bis zu eineinhalb Jahren vor den Schülerinnen und Schülern aus anderen deutschen Ländern haben.

Das dreigliedrige Schulsystem in Bayern bietet sehr gute Voraussetzungen, um die Kinder und Jugendlichen entsprechend ihrer Talente und Interessen optimal zu fördern.

Die PISA-Studie, die im November 2005 vorgestellt worden war, hatte ergeben, dass in Bayerns Schulen die Koppelung zwischen sozialer Herkunft und dem Kompetenzerwerb besonders gering ist.

Die Entscheidung über die weiterführende Schulart, die Eltern, Lehrkräfte und Schüler in Bayern in der vierten Klasse treffen, ist nur eine erste Entscheidung über den weiteren Bildungsweg. Bayern eröffnet nämlich nicht zuletzt durch den M-Zug in der Hauptschule sowie durch Real- und Wirtschaftsschule über Fach- und Berufsoberschulen einen weiteren Zugang zu Fach- und Allgemeiner Hochschulreife.

Bildungserfolg allein mit "Abitur" gleichzusetzen, ist der falsche Weg. Bayern bietet gerade Kindern mit Migrationshintergrund mit einer Vielzahl von Maßnahmen wie Vorkursen und Sprachlernklassen geeignete Hilfen an, um die deutsche Sprache und damit den Schlüssel für die Gesellschaft zu erlernen. Auf dieser Grundlage können die jungen Leute Schule, Ausbildung und Beruf erfolgreich meistern. Bei den Familien mit Migrationshintergrund muss das Bewusstsein für die Notwendigkeit guter Kenntnisse der deutschen Sprache gestärkt werden.

Als problematisch erweist sich die Tatsache, dass Vernor Muños nach wenigen Tagen Aufenthalt in Deutschland ein Urteil über das deutsche Bildungssystem fällen will. In Bayern hat Muños an einem Tag insgesamt gerade drei Schulen besucht.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden