Hochschule Furtwangen erhält Stiftungsprofessur für "Digitale Infrastruktur im Ländlichen Raum"

Die Hochschule Furtwangen erhält eine W2-Stiftungsprofessur für "Digitale Infrastruktur im Ländlichen Raum". Für die Einrichtung der Professur hat eine Gruppe von Stiftern, der auch das Ministerium für Ländlichen Raum angehört, eine Summe von insgesamt 475.000 Euro für die nächsten fünf Jahre zur Verfügung gestellt.

09.06.2008 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Wissenschaftsminister Professor Dr. Peter Frankenberg und der Minister für Ernährung und Ländlichen Raum Peter Hauk MdL sagten am 9. Juni in Stuttgart: "Diese Stiftungsprofessur soll dazu beitragen, das schnelle Internet auch in den Ländlichen Raum zu bringen. Davon werden die Bürger sowie gerade das örtliche Gewerbe profitieren. Studierende und Berufstätige können eine Zusatzqualifikation erhalten, die sie in die Lage versetzt, die Gemeinden des Ländlichen Raums neutral beim Breitbandnetzaus- und -aufbau zu beraten."

Die Stiftungsprofessur soll an der Fakultät für Digitale Medien der Hochschule Furtwangen angesiedelt sein. Die Hochschule wird die Professur nach Ablauf des Stiftungszeitraumes aus eigenen Mitteln weiterführen. "In Furtwangen ist die Stiftungsprofessur gut aufgehoben. Sie passt sich hervorragend in das Profil der Hochschule ein", sagte Frankenberg. Die Professur solle im Wintersemester 2008/2009 starten und Lehrveranstaltungen bieten, die die Absolventen befähigen, kommunale Funktions- und Amtsträger qualifiziert in technischer und betriebswirtschaftlicher Sicht über die Breitbandtechnologie zu beraten. Das Angebot richtet sich an Studierende der Informatikstudiengänge, an Fernstudierende und an Gaststudenten.

Verschiedene Unternehmen signalisieren, dass sie großes Interesse haben, Studierende mit dieser Zusatzausbildung anzustellen. Gleichzeitig erhielten Beschäftigte bei den einschlägigen Breitbandunternehmen die Möglichkeit, sich diesbezüglich fortzubilden sowie die Besonderheiten und besonderen Bedürfnisse der kommunalen Gebietskörperschaften kennenzulernen. In der Forschung solle ein Schwerpunkt die Planung und der Aufbau örtlicher Breitbandnetze sein, führte Hauk aus.

Stiftungsgeber sind die Deutsche Telekom, Kabel Baden-Württemberg, Kellner Telekom, die IT der Sparkasse Pforzheim-Calw, die Firma Weigandbau, der Regionalverband Schwarzwald-Baar-Hauberg, die Landesanstalt für Kommunikation und das Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum.

Stiftungsprofessuren werden in der Regel von privaten Spendern finanziert. Sie sind damit gute Beispiele für das kooperative und erfolgreiche Zusammenwirken von Wissenschaft und Wirtschaft. Der Spender bestimmt den Fachbereich und kommt in der Regel für die Forschungs- und Personalkosten der ersten fünf bis zehn Jahre auf. Derzeit gibt es an den baden-württembergischen Hochschulen über 90 Stiftungsprofessuren.


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