Hochschullotsen helfen auf dem Weg in die Selbständigkeit
Existenzgründungen aus Forschungseinrichtungen und Hochschulen werden für eine Stärkung der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes Brandenburg immer wichtiger. Darauf wiesen heute Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka und Arbeitsminister Günter Baaske anlässlich ihres Besuchs beim Lotsendienst an der Fachhochschule Brandenburg a.d.H. hin. Den Lotsendiensten an 3 Universitäten und 3 Hochschulen in Brandenburg stehen bis 2006 insgesamt 1,74 Mio. EUR aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) und aus Landesmitteln zur Verfügung.
21.07.2004 Brandenburg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes BrandenburgSeit 2001 helfen die vom Brandenburger Arbeitsministerium ins Leben gerufenen Lotsendienste Gründungswilligen, sich auf die wirtschaftliche Selbständigkeit vorzubereiten. Sie schätzen die Chancen des geplanten Unternehmens ein und vermitteln ihnen individuelle Qualifizierungs- und Beratungsleistungen und begleiten sie in die Selbständigkeit.
In Brandenburg gibt es insgesamt 26 Lotsendienste an 29 Standorten. Neben den regionalen Lotsendiensten (ein Lotsendienst je Landkreis/kreisfreie Stadt) werden in diesem Jahr erstmals auch Lotsendienste für spezielle Zielgruppen gefördert. Neben den Lotsendiensten für Frauen, für Migranten und für junge Leute gibt es seit März dieses Jahres auch Lotsendienste speziell für Studierende und wissenschaftliche MitarbeiterInnen an Brandenburger Hochschulen und Universitäten. Hochschullotsen bieten ihre Dienste an in der Fachhochschule Brandenburg/Havel, an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus, der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder), der Fachhochschule Potsdam, der Universität Potsdam und an der Technischen Fachhochschule Wildau.
Wissenschaftsministerin Wanka wies darauf hin, dass es in Brandenburg in den letzten Jahren mindestens 170 Gründungen aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen gegeben habe, aus denen über 350 Arbeitsplätze entstanden seien. "Das Land fördert das Gründerpotenzial an unseren Hochschulen gezielt, um die Anzahl innovativer Unternehmensgründungen aus den Hochschulen zu steigern und damit positive wirtschaftliche Effekte für die gesamte Region zu erzielen", so die Ministerin. "Mit dem von der Universität Potsdam und der Fachhochschule Potsdam gegründeten Brandenburgischen Institut für Existenzgründungen und Mittelstandsförderung (BIEM) und dem Netzwerk BEGiN konnte bereits eine gut funktionierende Gründerinfrastruktur in Brandenburg aufgebaut werden, die nun durch die Einrichtung der Lotsendienste zielgerichtet ausgebaut wird", so die Ministerin weiter.
Arbeitsminister Baaske betonte: "Mit den Hochschullotsen wird es uns besser gelingen, das Know-how aus den Hochschulen in die Wirtschaft zu integrieren. Vor allem die jungen qualifizierten Frauen müssen wir gewinnen. Sie sollen in Brandenburg ihre Zukunftschance erhalten. Auf ihrem Weg in die Selbständigkeit können wir ihnen dabei helfen." Baaske verwies darauf, dass seit März dieses Jahres bereits 67 gründungswillige Studierende und wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die Beratung der Hochschullotsendienste aufgenommen wurden; ein Drittel von ihnen sind Frauen.
Der Lotsendienst, so Baaske, sei ein wichtiger Bestandteil der Gründungsoffensive des Landes Brandenburg "Aufbruch: Gründen im Land" (AGiL). Baaske: "Die aufeinander abgestimmte Förderung der Ministerien für Arbeit und Wirtschaft bei den Lotsendiensten durch eine Verknüpfung von Fördermitteln aus den EU-Strukturfonds ESF und EFRE ist - neben dem Zuschnitt der Förderung - ein Novum in Deutschland. "
Informationen unter:
www.lasa-brandenburg.de/angebote/existenz/adr_lots.pdf
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