Kabinett beschließt: Haus der Archäologie zieht in das Kaufhaus Schocken in Chemnitz ein

Das "Haus der Archäologie" soll in das ehemalige Kaufhaus Schocken in Chemnitz einziehen. Das Sächsische Landeskabinett hat heute (28.3.) einem entsprechenden Vorschlag von Staatministerin Barbara Ludwig zugestimmt.

28.03.2006 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus

Staatsministerin Barbara Ludwig:

"Jetzt sind endgültig die Weichen dafür gestellt, dass das 'Haus der Archäologie' künftig in Chemnitz im Kaufhaus Schocken zuhause sein wird. Damit erhält der Freistaat ein ambitioniertes Landesmuseum, das eine umfassende archäologische und kulturgeschichtliche Darstellung Sachsens bietet. Mit dem 'Haus für Archäologie' entsteht ein Museum, das beispielsweise Siedlungsgeschichte, Landnutzung, Stadtwerdung und Sozial- und Mentalitätsgeschichte vergangener Gesellschaften durch Objekte und Inszenierungen begreifbar machen wird. Sie werden eingebunden in den Zusammenhang der europäischen Entwicklung. Das Museum wird seinen Besucherinnen und Besuchern Antworten darauf geben 'Wie wir wurden, was wir heute sind'. Ein solches Haus fehlte bislang noch in der ansonsten so reichen Museumslandschaft Sachsens."

Darüber hinaus sei der Bau des Museums – so die Ministerin weiter – eine wichtige strukturpolitische Maßnahme, mit der das Oberzentrum Chemnitz und die gesamte Region gestärkt und aufgewertet würden: "Ich gehe davon aus, dass jährlich rund 60.000 Besucherinnen und Besucher kommen werden."

Die Baukosten des neuen Museums im Kaufhaus Schocken werden über Förderprogramme des Sächsischen Staatsministeriums des Innern getragen. Dabei werden Städtebaufördermittel des Bund-Länder-Programms "Städtebauliche Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen" in Höhe von 22 bis 25 Millionen Euro eingesetzt. Zusätzlich werden Förderungen aus dem EU-Programm EFRE (Europäischer Fond für regionale Entwicklung) angestrebt.

Bis zum 31. Mai 2006 wird das Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst nun eine abgestimmte Bedarfsanmeldung einschließlich eines Personalkonzeptes erarbeiten. Die sich aus der Bedarfsanmeldung und dem Personalkonzept ergebenden Kosten werden zusätzlich im Landeshaushalt eingestellt.

Zur organisatorischen und inhaltlichen Begleitung des Museums wird ein Beirat eingesetzt.

Der vorgesehene Zeitplan:

  • Bauplanungsbeginn 2006

 

  • Beginn der Baumaßnahmen 2007

 

  • Ende der Baumaßnahmen 2009

 

  • Eröffnung 2010.

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