KMK-Präsidentin Ute Erdsiek-Rave: "Erfolgreiche Integration ist keine Einbahnstraße"

"Unsere bisherigen Erfahrungen mit Migration und Integration im Nachkriegsdeutschland reichen offenbar nicht aus. Die Integration von Menschen mit anderem kulturellem Hintergrund aus Osteuropa, Asien und Afrika verlangt scheinbar andere Instrumente, damit sie gelingen kann", sagte Ute Erdsiek-Rave, Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), heute (18. Mai) zur Eröffnung der Fachtagung der Körber-Stiftung "Schule und Islam - eine Herausforderung für die Bildungspolitik" in Hamburg.

19.05.2006 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

Das Land brauche deshalb eine breite gesellschaftliche Diskussion über Integration. Basis sollte sein, dass erfolgreiche Integration keine "Einbahnstraße ist, sondern eine wechselseitige Angelegenheit mit der Bereitschaft zur Selbstreflexion und Veränderung", so Erdsiek-Rave. Schulen komme in diesem Prozess eine besondere Rolle zu. Sie könne Impulse geben - in dem sie beispielsweise Schülerinnen und Schülern nicht- muslimischen Glaubens die Grundzüge des Islam und umgekehrt den muslimischen Schülerinnen und Schülern die Grundzüge des christlichen Glaubens vermittle.

Anlage:

Die Rede von KMK-Präsidentin Ute Erdsiek-Rave im Wortlaut als PDF-Dokument.


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