Kraft: Intelligente Häuser machen das Wohnen leichter und sicherer
"Smarter Wohnen ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie ein Unternehmen in enger Zusammenarbeit mit der Wissenschaft aus innovativen Ideen neue technische Verfahren und Anwendungen entwickelt. Das eröffnet auch in traditionellen Branchen wie der Wohnungswirtschaft Wachstumschancen und schafft damit Arbeitsplätze", sagte Wissenschaftsministerin Hannelore Kraft heute (18. April) in Hattingen anlässlich eines Besuchs beim Siegerprojekt "Smarter Wohnen" des Zukunftswettbewerbs Ruhrgebiet.
18.04.2005 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-WestfalenDie Hattinger Wohnstätten eG wird mit den beiden Fraunhofer-Instituten für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme (IMS) in Duisburg und für Software- und Systemtechnik (ISST) in Dortmund in den kommenden drei Jahren 185 Einfamilienhäuser und Wohnungen mit "intelligenter Technik" ausstatten. Bewohner können dann zwischen verschiedenen Angeboten wählen: Beim Sicherheitspaket etwa schließen sich per Knopfdruck alle Türen und Fenster und alle nicht in Gebrauch befindlichen Elektrogeräte werden abgestellt. Beim Gesundheitspaket können Kranke oder Gefährdete direkt mit einer Arztpraxis oder einem Krankenhaus verbunden werden. Eine "intelligente Matratze" misst die Herzfrequenz und setzt bei Auffälligkeiten einen Notruf ab.
Dahinter steckt die elektronische Verknüpfung von Gebäude-, Haus- und Wohntechnik, Telekommunikation, Computer- und Unterhaltungselektronik in Wohnungen, Häusern oder ganzen Wohnanlagen. Kraft: "Damit können vielfältige Bedürfnisse und Wünsche rund ums Wohnen erfüllt werden, die von Bequemlichkeit und Wirtschaftlichkeit bis zu Sicherheit und Gesundheit reichen. Intelligente Häuser machen das Wohnen leichter und sicherer."
Die breite Palette der Nutzungsmöglichkeiten in den vernetzten Häusern wird möglich durch die Zusammenarbeit zweier Fraunhofer-Institute im Ruhrgebiet, von denen das eine auf elektronische Schaltungen und Systeme, das andere auf Softwareentwicklungen spezialisiert ist. Das Haus mit Köpfchen ist das bisher größte im Zukunftswettbewerb Ruhrgebiet prämierte Projekt. Die Landesregierung fördert das Vorhaben über drei Jahre mit 2,3 Millionen Euro.
Der Zukunftswettbewerb Ruhrgebiet leistet einen wirksamen Beitrag zur Verzahnung der in Nordrhein-Westfalen vorhandenen Potenziale von Wirtschaft und Wissenschaft und bietet eine attraktive Chance für die Realisierung innovativer Produktideen. Bewerben können sich alle Unternehmen mit Sitz im so genannten Ziel 2-Gebiet, zu dem große Teile des Ruhrgebietes, Krefeld und einzelne Gemeinden im ehemaligen Aachener Revier gehören.
Die Wissenschaftsministerin rief Unternehmen und Wissenschaftler dazu auf, sich weiter intensiv an dem Förderwettbewerb zu beteiligen: "Der Wettbewerb läuft noch bis zum Jahr 2006 und ist mit knapp über 100 Millionen Euro ausgestattet."
Das Programm wird aus dem NRW-EU-Programm Ziel 2 gefördert - je zu 50 Prozent finanziert aus Mitteln des Landes NRW und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Bisher wurden von der unabhängigen Jury unter Leitung von Professor Dr. Gerhard Neipp aus mehr als 450 Projektideen etwa 80 als förderungswürdig ausgewählt.
Im Internet finden sich alle Informationen zum Wettbewerb unter www.zukunftswettbewerb.de.
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