Kultusminister eröffnet Benefizlauf zum Weltkindertag

"Auch im reichen Deutschland nimmt Kinderarmut zu. Das ist unübersehbar. Ausschlaggebend sind zwar wirtschaftliche Zusammenhänge wie die hohe Arbeitslosigkeit. Aber gerade in unserer Überflussgesellschaft müssen wir sensibel dafür bleiben, dass alle Kinder an der gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklung nicht zuletzt auch in den Schulen eine angemessene Teilhabe bekommen", erklärte der Niedersächsische Kultusminister Bernd Busemann heute anlässlich des Weltkindertags 2005 in Hannover. Der Kultusminister verwies in diesem Zusammenhang unter anderem auf die aktuellen Diskussionen um die Kosten für Klassenfahrten oder den Markendruck, dem sich Eltern und Kinder oft ausgesetzt sehen.

20.09.2005 Niedersachsen Pressemeldung Niedersächsisches Kultusministerium

Als Schirmherr und Ehrengast eröffnete Busemann den in Hannover bereits traditionellen Benefizlauf "Wir wandern für den Anderen" rund um den Maschsee. "Gut 5000 Schülerinnen und Schüler aus 38 Schulen haben sich angemeldet, um heute für den guten Zweck um den Maschsee zu wandern. Sie sammeln Geld für Menschen in Not. Sie wollen sich insbesondere für Menschen mit einer Behinderung einsetzen und zugleich ihre Freude an den tollen Angeboten, die an jeder Station zu finden sind, mit ihnen teilen", so Busemann.

So werde der Weltkindertag nicht nur dazu genutzt auf die Situation von Kindern ganz allgemein aufmerksam zu machen. Vielmehr gehe es darum, sich ganz besonders für die einzusetzen, die als Menschen mit Behinderungen mehr als andere auf Hilfe und Unterstützung angewiesen seien, machte Busemann deutlich. "Für die Betroffenen ist es wichtig zu spüren: Ich bin nicht allein. Es gibt andere Menschen, die sich für mich einsetzen, die bereit sind mich zu unterstützen und mir zu helfen", betonte Busemann.

Busemann dankte den vielen freiwilligen Helfern, den Organisationen, Unternehmen und sonstigen Spendern, vor allem aber den Organisatoren von der Rollstuhlsportgemeinschaft Langenhagen, die den Erlös in diesem Jahr mit den Opfern der Tsunamikatastrophe in Sri Lanka teilen wollen.


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