Kultusminister wirbt für die Eigenverantwortliche Schule

"Zumindest in wesentlichen Teilaspekten muss jetzt unmittelbar mit der Einführung der Eigenverantwortlichen Schule begonnen werden, denn die notwendige Qualitätsentwicklung in den Schulen duldet keinen Aufschub. Wir werden zeitnah die dafür notwendigen Rahmenbedingungen schaffen", erklärte der Niedersächsische Kultusminister Bernd Busemann heute in seiner Rede bei der Herbsttagung des Schulleitungsverbandes Niedersachsen (SLVN) in Celle.

06.10.2005 Niedersachsen Pressemeldung Niedersächsisches Kultusministerium

Busemann verwies auf die Ergebnisse des Hearings vom 15. und 16. Juni 2005. "Es besteht Einigkeit darüber, dass die Schulleiterinnen und Schulleiter die notwendigen Befugnisse erhalten müssen, wenn sie, wie im Niedersächsischen Schulgesetz bereits jetzt verankert, die Verantwortung für die Qualitätsentwicklung in ihren Schulen tragen sollen. Ebenso einig sind wir uns aber auch darin, dass die Schulverfassungen im Lande weiterhin einheitlich sein und die Gesamtkonferenzen erhalten bleiben sollen", machte Busemann deutlich. Die Landesregierung werde zeitnah einen Gesetzentwurf zur Novellierung des Schulgesetzes in den Landtag einbringen, mit dem die rechtlichen Rahmenbedingungen der zukünftigen Eigenverantwortlichen Schulen festgeschrieben werden.

Klar sei, dass mit der Einführung der Eigenverantwortlichen Schule entsprechende Beratung und Unterstützung, insbesondere auch Qualifizierungsangebote für die Schulleiterinnen und Schulleiter, in großem Umfang angeboten werden müssten. "Wir werden dazu eine Fortbildungsoffensive starten", betonte Busemann. Ferner sei vorgesehen, dass die Schulleiterinnen und Schulleiter für neue, ihnen übertragene Aufgaben auch eine angemessene Entlastung von Unterrichtsverpflichtungen erhielten. "Dazu lasse ich zurzeit unterschiedliche Modelle durchrechnen und auf Angemessenheit sowie flächendeckende Umsetzbarkeit prüfen", so der Kultusminister. Vor einer verbindlichen Entscheidung wolle er sich mit den Verbänden beraten. "Ich glaube, dass wir auf einem guten und richtigen Weg sind. Ich möchte ihn gern gemeinsam mit allen Beteiligten mit dem notwendigen Augenmaß, aber auch mit Mut und Energie fortsetzen", so Busemann abschließend.


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