Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange empfing Vertreter des Sorbischen Künstlerbundes

"Ich finde es bedauerlich, dass es trotz der gemeinsamen Anstrengungen der Staatsregierung nicht gelungen ist, die aus meiner Sicht erforderlichen insgesamt 8.2 Millionen Euro Bundesmittel für die Stiftung für das sorbische Volk zu sichern", sagte Sachsens Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Dr. Eva-Maria Stange heute am Rande eines Gesprächs mit Vertretern des sorbischen Künstlerbundes in Dresden. Sie bedauere, so die Ministerin, dass der Abschluss eines neuen Finanzierungsabkommens nach der Entscheidung des Bundes nun noch schwieriger sein werde.

20.11.2007 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus

Sie werde versuchen das Thema Finanzierungsabkommen mit dem sorbischen Volk bald-möglich auf die Tagesordnung des Sächsischen Kabinetts zu heben. Dabei müsse auch über Möglichkeiten nachgedacht werden, die für 2008 entstandene Finanzierungslücke einmalig auszugleichen. Mit Blick auf das neue Finanzierungsabkommen bemühe sich das Kunstministerium, dass die Verhandlungen zwischen den drei Vertragspartnern Brandenburg, Sachsen und Bund so bald wie möglich wieder aufgenommen werden. "Bund und Länder haben eine gemeinsame Verantwortung für eine angemessene finanzielle Ausstattung der sorbischen Minderheit. Ich hoffe, dass es uns gelingt, den Bund davon abzuhalten, sich weiter aus der Förderung der sorbischen Minderheit zurückzuziehen."

Gegenstand des heutigen Gesprächs mit den Vertretern des Sorbischen Künstlerbundes war vor allem die weitere Förderung sorbischer Kulturinstitutionen sowie die Arbeitsfähigkeit des Künstlerbundes. Staatsministerin Dr. Stange verwies in diesem Zusammenhang auf die Kulturautonomie des sorbischen Volkes. Gemeinsam mit der Stiftung für das sorbische Volk müsse jetzt beraten werden, mit welchen Strukturen Planungssicherheit für die kommenden Jahre hergestellt werden könne. Über Prioritäten innerhalb des vorgegebenen Finanzrahmens entschieden die Sorben über ihre Vertreter im Stiftungsrat der Stiftung für das sorbische Volk aber selbst.


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