Kunstministerin will Industriemuseum Chemnitz stärker fördern
"Wenn der Zweckverband sächsisches Industriemuseum seine Wirkung entfalten und eine entsprechende Ausstrahlung entwickeln soll, dann muss die derzeit geplante schrittweise Kürzung des staatlichen Zuschusses auf den Prüfstand", sagte Sachsens Staatsministerin Dr. Eva-Maria Stange vor dem Hintergrund der in diesem Jahr anstehenden Diskussionen zum Doppelhaushalt 2009/2010. Nur so könne der Freistaat der überregionalen Bedeutung dieser Museen Rechnung tragen und dem Zweckverband Planungssicherheit geben. Die Koalitionspartner hatten zuletzt im Doppelhaushalt 2007/2008 vereinbart, die direkten staatlichen Zuschüsse für den Zweckverband Industriemuseum mit einer jährlichen Degression von 7 Prozent festzuschreiben. (2007 rund 883.000 Euro; 2008 rund 822 Tausend Euro)
06.01.2008 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und TourismusMit Blick auf die derzeit in der Erarbeitung befindliche Museumskonzeption seien Technik und Verkehr zwei wichtige Schwerpunkte, "die gerade vor dem Hintergrund der dringend benötigten Motivation junger Leute für naturwissenschaftlich/ technische Berufe gestärkt werden müssen." Vieles spreche dafür in Chemnitz einen musealen Schwerpunkt im Bereich Technik und Verkehr zu setzen, so Ministerin Dr. Stange.
Mit der Leitung des Industriemuseums habe man sich darauf verständigt, zu Jahresanfang eine Konzeption zur weiteren Entwicklung des Museums vorzulegen. Ziel müsse es sein, den Zweckverband um weitere Kooperationspartner zu erweitern. "Nur so wird es gelingen, die Industriekultur im Freistaat flächendeckend zu erhalten und zu vernetzen", sagte die Kunstministerin.
Der Zweckverband Sächsisches Industriemuseum wurde 1997 gegründet. Mitglieder des Zweckverbandes sind vier Museen in kommunaler Trägerschaft, das Industriemuseum Chemnitz, das Westsächsische Textilmuseum Crimmitschau, die Zinngrube Ehrenfriedersdorf und das Lausitzer Bergbaumuseum Knappenrode. Der Freistaat Sachsen war bis 2004 selbst Mitglied im Zweckverband und hatte nach seinem Ausscheiden in der Koalitionsvereinbarung eine jährliche Absenkung der Mittel um 7 Prozent vereinbart.
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